Bitte nicht automatisch abschicken
– Wie KI im Büroalltag wirklich hilft, ohne Kontrollverlust –
KI ist längst im Büro angekommen. Die eigentliche Frage ist nicht mehr: „Nutzen wir KI?“ Die bessere Frage lautet: Wo hilft sie wirklich – und wo wird es gefährlich, wenn wir einfach auf Senden klicken?
In diesem Podcast spreche ich mit Philip Rekers über KI-Automatisierung im Backoffice. Mein Traum von Endbürokratisierung: Eine Rechnung, die sich selbst schreibt nach der Beratung, dem Workshop, dem Coaching. Es ist ein Gespräch über kreative Arbeit, gefolgt vom ungeliebten Teil: Rechnung, Zahlungseingänge, Buchhaltung.
Denn das Problem ist selten die KI-Antwort allein. Es sind die Übergaben: Wer ist der richtige Mandant? Welche Leistung wurde wirklich erbracht? Welche Vorlage gilt? Wer muss freigeben? Und wie verhindern wir, dass ein Sprachmodell selbstbewusst Unsinn produziert – und daraus eine falsche Rechnung wird?
Wir wollen ein realistisches Bild zeigen, wie KI-gestützte Automatisierung in administrativen und regulierten Prozessen aussehen kann.
Wir sprechen über:
- Was automatisiert werden kann
- Was nur vorgeschlagen werden darf
- Wo zwingend ein Mensch entscheiden muss
- Welche Risiken bei Daten, Freigaben, Haftung und Dokumentation entstehen
- Wie sich das auf andere Wissensarbeitsprozesse übertragen lässt
In Matrix geht es um die Frage: Bleibe ich in einer bequemen Illusion – oder schaue ich der Realität ins Gesicht? Genau diese Entscheidung erleben Organisationen gerade beim Einsatz von KI. Die „blaue Pille“ wäre: Wir lassen die KI einfach machen. Zusammenfassen, formulieren, Rechnung vorbereiten, E-Mail schreiben, abschicken. Klingt effizient. Ist aber gefährlich bequem.
Die „rote Pille“ ist unbequemer – und professioneller: Wir schauen hin. Wo liegen die Daten? Wer trägt Verantwortung? Welche Entscheidung darf KI vorbereiten, aber nicht treffen? Wo braucht es zwingend den Menschen im Prozess?
Session auf der #loscon26.
