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Ellen sitzt als Podcast-Host von „Die Buchmacherinnen“ am Mikrofon. Im Lerntagebuch wird gezeigt, wie die Podcast-AG Wissen sammelt, ordnet, sichert und einen Lernpfad entwickelt.

Lerntagebuch: Vom Machen ins Sichern

Lerntagebuch: Vom Machen ins Sichern

#Lerntagebuch - Kapitel 1

Seit zwei Jahren bin ich Teil der Podcast-AG der BücherFrauen. Gemeinsam arbeiten wir daran, den Podcast „Buchmacherinnen – der BücherFrauen-Podcast“ verlässlich weiterzuführen.

Folge für Folge. Ehrenamtlich. Mit Erfahrung, Herzblut und manchmal auch mit der guten alten Improvisationskunst, die viele Frauen der Generation X ziemlich gut beherrschen:

Problem sehen, Ärmel hochkrempeln, Lösung finden.

Ich bin im Frühjahr 2024 engagiert dazu gesprungen - typisch Ellen: "Hurra ein Problem! Ich bin dabei und gemeinsam finden wir eine Lösung."

Zwei Jahre später wusste ich, wer was macht und wen ich fragen kann. Allerdings fühlte es sich nicht rund an und mein Bauchgrummeln hörte auch nicht auf.

Wir definierten in der AG die anstehenden Herausforderungen:

  • Wie sichern wir unser Wissen, damit der Podcast weiterklingt?
  • Wie bleiben wir als ehrenamtliches Redaktionsteam handlungsfähig, wenn Rollen wechseln, Frauen pausieren, Zeit knapp ist oder neue Frauen dazukommen?

Denn wir alle kennen das Leben um das Ehrenamt herum: Beruf, Familie, Sorgearbeit, Engagement, Gesundheit, Termine.

Der 6. Deutsche Freiwilligensurvey zeigt: 2024 engagierten sich 37,8 Prozent der Frauen im Alter von 50 - 64 Jahren freiwillig in Deutschland. Tendenz sinkend. Für mich heißt das: Engagement ist stark. Aber es braucht Strukturen, die entlasten.

Was wir schon haben

In den vergangenen zwei Jahren ist in unserer Podcast-AG viel Wissen entstanden.

  • Wie bereiten wir Interviews vor?
  • Wie läuft eine Aufnahme?
  • Was braucht die technische Bearbeitung?
  • Wann kommt Podigee ins Spiel?
  • Was muss in WordPress passieren?
  • Wer prüft den Blogbeitrag?
  • Wo liegen Freigaben, Bilder, Links und Kapitelmarken?

Vieles ist bereits dokumentiert in vielfältigen Dateiformaten: Interviewtipps, Veröffentlichungsablauf, Technikanleitung, Hinweise für Blogbeiträge und Podcaststatistik.

Wo arbeiten wir kollaborativ zusammen? 

Im Austausch mit der erweiterten Podcast-AG kam der Hinweis von Yvonne: Einige AGs der BücherFrauen arbeiten bereits auf der Plattform wechange. Eine Open-Source-Software aus Berlin - genossenschaftlich organisiert.

wechange wird also unser gemeinsamer Arbeits- und Lernraum, an dem der Lernpfad sichtbar wird.

Mehr dazu in Kapitel 2 in den nächsten Wochen

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Infografik: Gute Kommunikation mit KI braucht explizite Kontextangaben, klare Struktur, gute Audioqualität und menschliche Qualitätskontrolle.

AI Literacy: Transkripte nutzen zum Wissensmanagement

Transkripte: Wenn KI mitschreibt, müssen wir anders sprechen

Inzwischen sind Transkripte in Meetings, Workshops und Sessions fast normal. Die KI hört mit, schreibt mit und macht daraus im besten Fall eine saubere Dokumentation.

Im besten Fall.

Auf der 10. lernOS Convention #loscon26 zeigte der Test mit drei KI-Modellen deutlich: Aus demselben Transkript können je nach KI-Modell ganz unterschiedliche Zusammenfassungen entstehen. Andere Überschriften. Andere Schwerpunkte. Andere Fazits.

Der Grund: KI schreibt nicht einfach nur mit. Sie interpretiert.

Ein Mensch im Raum sieht die Folien, spürt die Stimmung, kennt Rollen, Pausen und Zwischentöne. Die KI bekommt vor allem Sprache, (noch) nicht die Tonalität. Und wenn das Entscheidende nur zwischen den Zeilen passiert, fehlt ihr genau das, was später in der Dokumentation wichtig wäre.

Darum gilt: Mit KI muss Klarheit hörbar werden.

Statt „Wie man hier sieht …“ besser: „Auf Folie 3 sehen Sie das Zürcher Ressourcenmodell. Die Kernaussage lautet: Ziele wirken stärker, wenn sie emotional positiv verankert sind.“

Statt „Das ist unser Modell …“ besser: „Dieses Modell zeigt drei Faktoren: Zielklarheit, Verantwortung und psychologische Sicherheit.“

Für eine leserfreundliche und verlässliche Dokumentation helfen ein paar einfache Regeln bei Lightning Talks, Impulsvorträgen etc.: Titel, Rollen und Ziel laut nennen. Folien benennen, nicht nur zeigen. Fachbegriffe erklären. Sprecherwechsel klar halten. Gute Audioqualität sicherstellen. Und vorab festlegen, was die KI liefern soll: Transkript, Zusammenfassung, Protokoll oder Lessons Learned.

Denn das sind vier verschiedene Aufgaben.

Und am Ende bleibt ein wichtiger Schritt menschlich: die Qualitätskontrolle. Besonders bei Namen, Zahlen, Zitaten, Modellen und Fazits lohnt sich der zweite Blick.

Der Merksatz lautet:

Mit KI bleibt gute Kommunikation unabdingbar. Sie wird möglicherweise sichtbarer. Und hörbarer.

Oder noch einfacher: Wer gute KI-Dokumentation will, muss der KI verdauliches Material geben. Das beginnt bei dem- oder derjenigen, die den Impuls gibt. Menschen emotional erreichen und der KI Stichworte geben, dass dieses im Hintergrund ihren Job der Dokumentation erledigen kann ist eine neue Herausforderung.

Allerdings trägt dies auch bei zu einem modernem Wissensmanagement — im Raum, im Gespräch, im klar ausgesprochenen Gedanken.

All in One-Paper:

Infografik: Gute Kommunikation mit KI braucht explizite Kontextangaben, klare Struktur, gute Audioqualität und menschliche Qualitätskontrolle.
Die Infografik zeigt, warum Vorträge, Workshops und Sessions für KI anders vorbereitet werden müssen: Kontext, Rollen, Folienbezüge und Kernaussagen sollten nicht nur sichtbar, sondern hörbar und eindeutig formuliert werden.

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