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Grafik zur 10. lernOS Convention (#loscon26) am 23./24.06.2026: „OPERATORS“ – Matrix-Aktivierung (20 Minuten, 3 neue Menschen für deine Matrix) mit Heidi Milke-Erlwein, Ellen Braun und Felix Harling, lernOS-Logo, QR-Code und Link loscon.lernos.org.

LernOS Convention26: perfectly hybrid als echter USP

LernOS Convention26: AI und perfectly hybrid als echter USP

Wer kennt die ikonische Szene aus dem Film Matrix? Morpheus hält zwei Pillen hin. Blau heißt: alles bleibt, wie es ist. Rot heißt: rein ins AI-Kaninchenloch – und sehen, wie tief es wirklich geht.
Die LernOS Convention 26 (#loscon26) ist genau dieser Moment – vielleicht ohne Leder-Mantel, dafür mit Menschen, die AI wirklich verstehen und anwenden wollen. Und mit einem USP, den man nicht „nachlesen“ kann. Den muss man erleben: perfectly hybrid.

AI FOR WORK THAT WORKS!

KI ist längst im Arbeitsalltag angekommen. Aber der Transfer in echten Mehrwert hakt oft genau da, wo es weh tut: zwischen „mal ausprobiert“ und „läuft verlässlich im Team“. Gleichzeitig ist der Hunger riesig: LinkedIn berichtet, dass 4 von 5 mehr darüber lernen möchten, wie KI im Beruf genutzt werden kann. Gallup zeigt: AI-Nutzung steigt – aber ohne Orientierung wird daraus schnell Aktionis mus statt Wirkung.

Die LernOS Convention26 ist die rote Pille für den Arbeitsalltag: hinschauen, testen, verbessern – gemeinsam.

Perfectly hybrid ist mehr als „auch online“!

Viele Events nennen sich „hybrid“ und meinen: ein Stream läuft nebenher.
Die Loscon26 ist ein Erlebnis mit mehreren Zugänge und einem gemeinsamen Lernraum. Perfectly hybrid ist kein Marketingbegriff, sondern unser Anspruch ans gemeinsame Lernen. Daran wurde gefeilt und getüftelt - für Austausch, der wirklich verbindet (übrigens: die coole Grafik auf der Homepage hat Hans gezaubert):

  • vor Ort in Nürnberg auf der Kaiserburg
  • online, aber nicht als reines Zuschauen, sondern als Teil des Geschehens
  • Satelliten-Locations, damit Teilnahme gemeinsam möglich ist – statt allein vor dem Bildschirm. Hier in Würzburg gehen zwei Satelliten an den Start: Prof. Dr. Steffen Hillebrecht und seine Studies gestalten den THWS-Satelliten. Im Coworking-Space nomad sind Sophie, Madlen und Lena Gastgeberinnen für ein gemeinsames Lernerlebnis. Alle Satelliten von Würzburg über Berlin, Wien nach Mallorca sind hier verzeichnet.

Wer „perfectly hybrid“ verstehen will, muss dabei sein – und kann die Erfahrung als Blaupause für´s eigene Unternehmen mitnehmen.

 

Aus dem Maschinenraum – meine Orga-Spuren in Activation, Makeathon & Podcast

Ich bin nun zum dritten Mal bei der LernOS Convention und zum zweiten Mal im Orga-Team. Es geht schon manchmal an meine Grenzen, wie z. B. beim "Vibe-Coding". Ich lese wirklich nie Gebrauchsanleitungen, obwohl ich es wirklich versuche! Aber bereits nach zwei Abschnitten werde ich ungeduldig, schaue ans Ende der Anleitung, verliere die Lust, probiere nach Trial & Error und die Chance ist 50:50, dass es gelingt. Nun also Vibe-Coding bei der LernOS Convention26:

Ellen & Vibe-Coding – gemeinsam geht fast alles!

Mein Lernknoten liegt schon Jahrzehnte zurück: 9. Klasse, Thema „Braun'sche Röhre“, der gefühlt leicht sadistische Tonfall meines Physiklehrers mit "Braun! Kommen Sie mal vor!" Mein Blut gefror, denn mein Kopf war leer in Bezug auf diese Materie! Ich muss nicht schildern, wie der Gang zur Tafel war und in den nächsten Minuten die 1,75 m Körpergröße schrumpften. Das Trauma: Physik ist ein Buch mit mindestens sieben Siegeln. Vielleicht erklärt das die Abneigung gegen Gebrauchsanleitungen. Komisch nur, dass das Rezeptlesen und anwenden durchaus gelingt.Simon schickte also das Kit für das Makethon. Gleichzeitig kam die Anleitung und ich wollte es wissen. Krieg' ich den Lernknoten gelöst mit Unterstützung der KI? Fast! Nicole gab mir noch einen entscheidenden Tipp und die Lampe leuchtete! Ein Erfolgserlebnis, weil Lernen leichter wird, wenn halbfertige Gedanken geteilt werden – und jemand sagt: „Guter Ansatz. Hier ist die Abkürzung."

Welche Abkürzungen gibt es bei lästiger Verwaltungsarbeit von Freelancern?

Mal ehrlich: ich kenne wenig Kolleg:innnen, die Spaß an Bürokratie haben. Ist ja auch wirklich selten kreativ eher gefühlte vergeudete Zeit. Außer, dass sich das Bankkonto wieder füllt. Aber mal angenommen, wir könnten den folgenden Workflow abkürzen: Angebot erstellt, Auftrag angenommen, Auftrag erledigt, Rechnung raus, Zahlung rein, alles automatisch verbucht und landet bei der Steuerberatung.
Dieser Frage widmen sich Philip und ich im Podcast am zweiten Tag der LernOS Convention26: Wo kann KI wirklich entlasten – und wie entstehen Lösungen, die nicht noch mehr Arbeit machen?
Also: Ein ehrliches Gespräch über KI-Automatisierung im Backoffice: Vom Beratungsgespräch zum fertigen Rechnungsentwurf und was dabei alles schiefgehen kann.

Wie gelingt´s also "AI FOR WORK THAT WORKS?"

Ihr habt immer die Wahl! Rote oder blaue Pille? Genau das fragen Heidi, Felix und ich Euch bereits am Anfang der LernOS Convention26. „So läuft KI wirklich im Alltag.“ – oder – „Das hat im Team funktioniert. Und das nicht.“

Bringt also Eure Erfahrungen mit und teilt sie! #SharingIsCaring

Hier geht´s zum kompletten Programm und hier nochmal zum reinhören, was so alles passiert. Alle Sessions werden dokumentiert, Learnings notiert. Bei vier parallelen Sessions ist die Qual der Wahl real – aber alle Inhalte sind später nachnutzbar. Denn unser Ansatz ist klar: Wissen muss verfügbar sein.

 

Alle Infos zur LernOS Convention26 am 23./24.06.2026: https://loscon.lernos.org/de/

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Führungskraft bleibt ruhig, während E-Mails, Chats, Meetings und „KI“ als Wirbel um sie kreisen; im Hintergrund arbeitet ein Team im Austausch.

Sturm im Kopf: Selbstführung als Basis guter Führung

Sturm im Kopf: Selbstführung als Basis guter Führung

Wie kann ich andere führen, wenn es mir gerade unendlich schwerfällt, mich selbst zu führen?“ so brachte es eine Führungskraft im Coaching auf den Punkt. Der Satz fiel nach einer Woche mit zu vielen Meetings, ständig neuen Prioritäten und dem Gefühl, nur noch zu reagieren. Es ist in der Tat anspruchsvoll sich bei ständig ändernden Wetterlagen selbst steuern zu wollen und bei Orkanböen im Gleichgewicht zu bleiben. Gerade wenn die Führungskraft hohe Leistungserwartungen an sich selbst hat, fällt das Selbstmanagement manchmal hinten runter: Pausen, Fokus, klare Entscheidungen.

Sich selbst zu führen, bedeutet sich selbst zu steuern und sich zu managen – mitten im Tagesgeschäft. Welche Gefühle steuern mein Verhalten, wenn das nächste „Können wir mal das eben…?“ reinkommt? Wo fühle ich (noch) Resonanz (Literaturtipp!) – und wo schalte ich innerlich auf Autopiloten? Viele Führungskräfte merken es nicht an einem großen Knall, sondern an Kleinigkeiten: Der Ton wird knapper, Meetings bleiben ergebnislos, Entscheidungen vertagt oder vorschnell getroffen. Selbstführung heißt dann: kurz innehalten, wahrnehmen, reflektieren – und wieder bewusst wählen, worum geht es jetzt und was will ich.

Wir leben in einer Zeit von Selbstoptimierung und Beschleunigung. Die KI triggert dieses Gefühl des Getriebenseins zusätzlich - Produktivität, Erreichbarkeit, Sichtbarkeit. Gleichzeitig bestimmen Krisen den Alltag. Studien, wie Microsoft Work Trend Index 2025 zeigen, dass wir im Schnitt alle zwei Minuten durch Meetings, Mails oder Chats unterbrochen werden.

Zusammenfassend gleicht das einem Triple-A. Aber anders als „Triple A“ beim Prompten (Annahme, Aufgabe, Ausgabe) bedeutet es in diesem Kontext „abgelenkt, aktionistisch und angstgetrieben“.

  • Abgelenkt durch Dauer-Pings
  • Aktionistisch durch „noch ein Meeting/noch ein Report“
  • Angstgetrieben durch den Druck, keine Fehler zu machen und ständig liefern zu müssen.

Alles zusammen entsteht ein Gefühl von „ich arbeite bis zum Umfallen“ – und spüre mich gleichzeitig immer weniger:

Aussage Wirkung
"Ich muss die Jahresgespräche schon wieder schieben. Ich bin nur noch im Organisationsmodus." Wenn Führung nur noch Verwaltung ist, ist das oft nicht „Faulheit“, sondern Dauer-Ablenkung und zu wenig Fokus.
Mein Kalender führt mich. Ich springe von Termin zu Termin – am Ende des Tags habe ich viel geredet, aber kann nichts wirklich abhaken. Aktionismus fühlt sich erstmal produktiv an. Ist allerdings wenig wirksam.
Ich ertappe mich dabei, dass ich Dinge wieder selbst mache, weil ich „keine Zeit“ habe zu erklären oder zu delegieren. Angstgetriebenes Kontrollverhalten im Tarnanzug „Effizienz“.
Ich habe schon lange kein Buch mehr in die Hand genommen. Maximal ein Hörbuch, um einschlafen zu können. Na, hoffentlich ist das kein Thriller, der das Nervensystem noch mehr antriggert und wilde Träume beschert.
Ich habe mich abgemeldet aus allen Nachrichtenkanälen. Backe mein Brot selbst, häkle wieder, pflege den riesigen Garten mit dem Ziel mit meiner Familie im Selbstversorgerstatus unser Leben zu gestalten. Selbstschutz par excellent oder Flucht aus der Realität?

Wofür sind diese Aussagen so wertvoll?

Sie sind ein Frühwarnsystem: Sie zeigen, den Grad der Selbstführung – und damit auch, wie stabil Führung gerade wirklich ist. Die obigen Sätze sind kein „Jammern“. Sie sind Daten aus dem System Mensch. Sie markieren die Stellen, an denen Führung im Alltag kippt: vom Gestalten ins Reagieren, von Klarheit in Dauerabstimmung, von Vertrauen in Kontrolle.

Und sie zeigen noch etwas: die Fähigkeit, sich aus Verwicklungen des Alltags immer wieder herauszulösen. Wie weit ist die Führungskraft in der Lage sich selbst und das eigene Verhalten zu beobachten, dies zu reflektieren, gezielt zu verändern und an den eigenen Zielen flexibel auszurichten? Genau das ist Selbstführung: nicht perfekt sein, sondern wieder ans Steuer zurückzufinden.

Für die Organisation (und erst recht für die Geschäftsführung) ist das hoch relevant: Wenn viele Führungskräfte in genau diesen Mustern hängen, steigt der Preis. Nicht nur emotional, sondern auch wirtschaftlich – über Reibungsverluste, Entscheidungsstau, Konflikte, Krankheitsausfälle und Fluktuation. Deshalb lohnt es sich, diese Aussagen ernst zu nehmen: Sie sind oft die letzten klaren Signale, bevor die Führungskraft innerlich auf „Durchhalten“ schaltet.

Coaching bietet dafür den Raum – und die Führungskraft bestimmt selbst das Raumformat: Ist es nur ein Zelt, das einem im Sturm auch mal um die Ohren fliegen kann? Oder ist es ein Raum im Ziegelhaus: stabil, geschützt, strukturiert. Manchmal sogar ein Raum, der einem Spiegelsaal gleicht – weil dort nicht nur Verhalten sichtbar wird, sondern Muster: Antreiber, alte Rollen, Glaubenssätze wie „Ich muss das im Griff haben“ oder „Ich darf keine Schwäche zeigen“.

Und dann kommt die große, ehrliche Frage, die beim Heiligenfelder Kongress 2026 diskutiert wurde: „Wer sind wir eigentlich als Führungskraft … in Zeiten von …?“ Viele erleben genau deshalb das Gefühl, „es“ nicht mehr in der Hand zu haben: Weil die äußeren Anforderungen lauter sind als die innere Haltung. Weil Identität nicht mehr automatisch trägt. Und weil „Führung“ sich plötzlich anfühlt wie ein Job ohne Boden unter den Füßen.

 

Selbstführung ist auch Identität

Wofür stehe ich? Wie will ich führen – gerade dann, wenn es stressig wird? Und was lasse ich ab heute bewusst weg, damit Führung wieder wirksam und menschlich wird?

 

work&feelgood-Message

Orkanböen zeigen sich im Außen: zu viele Meetings, ständig neue Prioritäten, Dauer-Pings. Was dann oft passiert, ist vorhersehbar: Im Inneren entsteht ein Muster, das hier „Triple-A“ genannt wird – abgelenkt, aktionistisch und angstgetrieben. Ablenkung durch ständige Unterbrechungen, Aktionismus als Versuch, Kontrolle zurückzugewinnen („noch ein Meeting/noch ein Report“), Angst als Treiber, bloß keinen Fehler zu machen und permanent liefern zu müssen. Der Orkan ist nur das Wetter, nicht das Klima! Triple-A ist die innere Reaktion allerdings auf das Klima im beruflichen Umfeld. Und genau diese Reaktion zeigt sich in den typischen Aussagen aus dem Führungsalltag.

Check am Abend (30 - 60 Sekunden)

Der Grad der gefühlten Selbstführung lässt sich pragmatisch auf einer Skala von 0 bis 10 verorten – als kurzer, wiederkehrender Check am Tagesende. Nicht als Bewertung, sondern als Kompass: Was hat heute gesteuert – Klarheit oder Orkan?

  • 0 = Heute habe ich nur noch funktioniert
  • 10 = Mein inneres Gleichgewicht ist da, Gefühle ließen sich gut steuern, Entscheidungen habe ich auch unter Druck bewusst getroffen.

Wo liegt der Wert heute? Welches A war am lautesten – Ablenkung, Aktionismus oder Angst? Was ist der +1-Schritt für morgen, um wieder ins Steuern zu kommen (eine klare Priorität, eine Grenze, eine Delegation, ein klärendes Gespräch, eine echte Pause)?

So wird Selbstführung über die Zeit stabiler – und Mitarbeiterführung im Alltag spürbar wirksamer.

 

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Grafik zu „Get together mit KI“ bei DEHOGA Unterfranken auf pinkem Hintergrund mit den Angaben „4 Termine“, „46 Teilnehmende“, „33 Betriebe“ sowie einem Foto einer Besprechungsszene. Unten steht: „Fast 5 % der Betriebe erreicht – und nun geht’s an die Prozesse: AI for work that works!“

Get together mit KI im Gastgewerbe

"Get together mit KI" im Gastgewerbe

KI im Gastgewerbe: Einstieg. Verstehen. Anwenden.

Im Gastgewerbe ist Zeit knapp. Gäste, Mitarbeitende, Bestellungen und spontane Entscheidungen bestimmen den Alltag. Umso bemerkenswerter ist der Zuspruch, den das interaktive Format Get together mit KI der DEHOGA Unterfranken erfahren hat.

An vier Terminen nahmen sich 46 Teilnehmende jeweils 90 Minuten Zeit, um sich mit Künstlicher Intelligenz zu beschäftigen — einem Thema, das für viele neu, für die Zukunft ihrer Betriebe aber zunehmend relevant ist. Insgesamt wurden 33 Betriebe erreicht, also fast 5 % der rund 700 meist inhabergeführten Betriebe im DEHOGA Bezirk Unterfranken. 16 Beherbergungs- und 12 Gastrobetriebe, aber auch Weinbau und Eventlocations starteten die kurze Lernreise und erhielten praktische Antworten auf viele Fragen.

Die Reihe richtete sich bewusst an Einsteiger:innen. Sie sollte Orientierung geben, Berührungsängste abbauen und zeigen, wie KI im Betriebsalltag konkret helfen kann. Im Mittelpunkt standen daher nicht technische Details, sondern praktische Fragen: Wo lohnt sich der Einstieg? Welche Aufgaben lassen sich sinnvoll unterstützen? Wie kann KI entlasten, ohne Qualität und Verantwortung aus dem Blick zu verlieren?

Themen

Die Themen reichten von KI-Basics über Texte, Kommunikation und Marketing bis hin zu Dienstplanung, Datenschutz, Urheberrecht und Kennzeichnung. Damit wurde deutlich: Das Interesse an KI ist im Gastgewerbe längst kein Nischenthema mehr, sondern kommt direkt aus der betrieblichen Praxis.

Format

Gerade deshalb hat das Format Signalwirkung. Es zeigt, dass Inhaber:innen und Verantwortliche bereit sind, sich mit neuen Lösungen auseinanderzusetzen — wenn diese verständlich, alltagsnah und sofort anschlussfähig sind. Das anschließende Handout aus allen vier Terminen – natürlich mit KI-Unterstützung erstellt – sowie der eigene Chatbot macht Lust, tiefer in das dynamische Thema einzusteigen.

So hat „Get together mit KI“ hat genau das geleistet, was beabsichtigt war: einen niedrigschwelligen Einstieg in ein Zukunftsthema, das für die Branche immer relevanter wird. Es zeigt, dass Inhaber:innen und Verantwortliche bereit sind, sich mit neuen Lösungen auseinanderzusetzen — wenn diese verständlich, alltagsnah und sofort anschlussfähig sind.

Nach dem Einstieg folgt die Umsetzung konkreter Prozesse im betrieblichen Alltag
Mit dem Online-Lunch&Learn-Format im wird aus Neugier konkrete Anwendung. Jeweils 90 Minuten, ein klarer Prozess, ein direkter Nutzen für den Betrieb — AI for work that works

 

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Erklärbär trifft Gen Z – Supervision für Ausbilder

Supervision für Ausbilder – Ausbildung ist Führung!

Ausbildung ist Führung

GenZ in der Ausbildung: Nicht schwierig. Nur anders getaktet

Kennst du das? Du bist Ausbilder:in, willst eigentlich „nur kurz“ eine Aufgabe erklären – und plötzlich stehst du mitten in einem kleinen Drama aus Rolle, Pflicht, Verantwortung. Der Azubi guckt, als hättest du ihm gerade die Steuererklärung hingeworfen, du denkst „Warum macht er/sie das nicht einfach?!“, und irgendwo im Hintergrund ruft leise jemand „…Schuldbefreit“. Willkommen in der Realität.

Und ja: genau dafür ist Supervision da!

1) Fühlen und führen: Rolle, Pflicht, Verantwortung auf die Gefühlsebene holen

In der Supervision starte ich gern mit einem humorvollen Realitätscheck: „Denke an eine Situation, an der Du für Deine Azubis „offline“ oder nicht erreichbar. Also ERROR – 404 – Ausbilder nicht gefunden.“ Das Lachen öffnet die Tür. Und dann wird’s ernst: Viele junge Menschen suchen nach Sicherheit, Planbarkeit und tragfähigen Beziehungen – das zeigt die Shell Jugendstudie 2024 sehr deutlich. Wenn diese Basis fehlt, wirkt Verantwortung nicht wie „Entwicklung“, sondern wie „Risiko“. Supervision hilft Ausbilder:innen, die eigene Rolle klar zu halten: wertschätzend statt wackelig.

2) Ursache-Wirkungs-Diagramm: Der Brückenbauer zwischen Bauch und Gehirn

Sobald Emotionen auf dem Tisch sind, kommt das Gehirn dran: Wir visualisieren mit dem Ursache-Wirkungs-Diagramm (Mensch/Maschine/Mitwelt/Methode) warum Azubis so reagieren, wie sie reagieren. Das entlastet – weil es das „Die sind halt so“ ersetzt durch „Aha, das wirkt also zusammen.“ Ein Beispiel: Privat ist Digitalität hochverfügbar – Social Media, Streaming, KI – beruflich treffen viele auf analoge Routinen und uneinheitliche Lernsettings. Dass Jugendliche digitale Medien intensiv nutzen und sich dabei selbst kritisch beobachten („zu viel Handyzeit“, Ablenkung) zeigt die JIM-Studie 2024. Und die Bitkom-Zahlen machen die Größenordnung greifbar: im Schnitt 150 Minuten Smartphone pro Tag (2024) – bei Jüngeren deutlich mehr.

3) Perspektive wechseln: Stärken aktivieren statt Defizite verwalten

Dann drehen wir die Blickrichtung: Was bringen Azubis mit, das uns als Organisation hilft? Digitale Affinität, andere Sichtweise, Motivation, Wissbegierde, Teamgeist – das sind echte Transformationsressourcen. Wenn Jugendliche in Social-Media-Logiken denken (kurz, schnell, sichtbar), können sie zum Beispiel interne Kommunikation, Recruiting oder Kundenkontakt moderner machen – wenn wir ihnen dafür sinnvolle Spielräume geben. Gleichzeitig gilt: Motivation bleibt nicht „von allein“ stabil. Die Shell Jugendstudie zeigt, dass Beziehungen und Anerkennung für Jugendliche zentral sind. Supervision schärft genau diesen Punkt: Stärken werden nur wirksam, wenn Beziehung und Rahmen passen.

4) Zukunftsperspektive: Die Organisationsebene mit reinnehmen (sonst wird’s nur ein Pflaster)

Jetzt der häufigste Fehler in Ausbildungsfragen: Man versucht, alles über „besser erklären“ zu lösen. Der Erklärbär ist da – obwohl das Problem strukturell ist. Darum holen wir die Organisationsebene dazu: Ausbildungsplan, interne Regelungen, Lernzeiten, Ansprechbarkeit, Verantwortungsräume, Feedbackformate. Die KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ zeigt: Digitale Kompetenzen und Selbststeuerung müssen curricular verankert werden – also nicht „nebenbei“, sondern als fester Bestandteil von Lernen. Übertragen auf den Betrieb heißt das: Wenn ihr digitale Lernmedien wollt, braucht ihr klare Lernaufträge, passende Tools, Ergebnisrückkopplung – und Ausbilder:innen, die darin sicher sind.

5) Konkrete Maßnahmen ableiten: Was wirkt nachweislich?

In der Supervision leiten wir Maßnahmen ab, die nicht „nice to have“, sondern wirksam sind – und hier ist die Forschung erstaunlich klar: Im betrieblichen Ausbildungsverlauf kommt es besonders darauf an, dass Ausbilder:innen präsent (also Vorbilder) sind, klare Arbeitsanweisungen geben, Arbeitsergebnisse besprechen und regelmäßig Feedback einholen. Genau das trifft Gen Z ins Zentrum: Wer in Echtzeitkommunikation sozialisiert ist, braucht keine „Kuschelpädagogik“, sondern verlässliche Rückmeldung und Orientierung. Und Feedback ist nicht nur Pädagogik – es hängt auch mit Motivation, Arbeitszufriedenheit, Leistung und mentaler Gesundheit zusammen.

Typische Maßnahmen, die wir konkretisieren (und sauber operationalisieren):

  • Regelmäßiger Austausch + positives Feedback (fixe Takte, nicht „wenn Zeit ist“)
  • Einheitliche Struktur mit Konsequenz (+/–) (klar, fair, vorhersehbar)
  • Mehr Miteinander / Beziehung stärken (Kontaktqualität als Führungsaufgabe)
  • Offenheit für Stärken/Ressourcen (Azubis als Beitrag, nicht als Belastung)
  • Aufgaben/Herausforderungen/Projekte (echte Verantwortung in kleinen Schritten)
  • Vorbild-Funktion & Werte leben (Respekt/Offenheit/Loyalität)
  • Reagieren statt ignorieren (Konflikte nicht „aussitzen“)
  • Vernetzung (Azubi-Peers, Pat:innen, Lernort-Kooperation)

6) Fokus & Commitment: Der 12-Wochen-Pakt

Zum Schluss kommt mein Lieblingsteil – weil er den Unterschied macht: Fokussierung. Wir wählen nicht 14 Maßnahmen, sondern maximal 6, die in den nächsten 12 Wochen konsequent laufen. Warum 12 Wochen? Weil es lang genug ist, um Routinen zu etablieren – und kurz genug, um „Wir schauen mal“ zu verhindern.

Mini-Selbsttest fürs Ausbilderteam: Wo klemmt’s am meisten – Zeit, Einheitlichkeit, oder Konsequenz? Antworte mit 1–3. Und schreib uns - wir freuen uns auf den Austausch!

 

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Illustration einer Übersicht zu digitalen Werkzeugen für die ehrenamtliche Arbeit mit Bereichen für Kommunikation (WhatsApp, E-Mail, Zoom, Aktivitätenstrom) und Dokumentation (WUEMS-Drive). Unten drei Personen, die sich freudig abklatschen.

Wie Beiräte im Ehrenamt die Transformation mitgestalten

Ehrenamt neu gedacht: Wie Beiräte Transformation mitgestalten

Ehrenamt neu gedacht: Wie Beiräte Transformation mitgestalten

Beiräte sind das strategische Rückgrat vieler Organisationen. Wann entfalten sie wirklich Wirkung? Mit dieser Frage beschäftige ich mich seit meiner Wahl zur Sprecherin des Beirats bei WÜMS – Würzburg macht Spaß.  Spannend dabei: Erfolgsfaktoren ähneln oft denen von Teams in Unternehmen – und doch gibt es Unterschiede.

Fast 40 % der Bevölkerung engagiert sich ehrenamtlich in den rund 600.000 eingetragenen Vereinen (Stand 2017) in Deutschland. Beeindruckende Zahlen, hinter denen Menschen stehen, die ohne großes Aufheben Verantwortung übernehmen. Ehrenamt ist damit unverzichtbar für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gleichzeitig wandelt es sich: Klassische Vereinsstrukturen verlieren an Bindungskraft, während flexible und digitale Formate wachsen. Manche Organisationen profitieren davon, andere kämpfen um Mitglieder.

Auch ich habe Ehrenämter bewusst angenommen, aber ebenso bewusst zurückgegeben.

Mein Orientierungspunkt: Ich engagiere mich dort, wo Ehrenamt Wirkung vervielfacht.

Ob als Sprecherin des Beirats bei WÜMS, Prüfungsvorsitzende & Prüferin für den Fachwirt Büro- und Projektmanagement (IHK), in den IHK-Ausschüssen für Weiterbildung und Handel, Mentorin beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Moderatorin der Corporate Learning Community Mainfranken oder als Teil des Podcast-Redaktionsteams "Buchmacherinnen - Der Podcast der Bücherfrauen" – immer geht es um Austausch, Gestaltung und Vernetzung.

Welche Erfolgskriterien braucht es also zur Mitgestaltung im Beirat?

1. Vielfalt

Unterschiedliche Altersgruppen, Kompetenzen und Hintergründe machen den Beirat lebendig – und zukunftsfähig.

2. Kommunikation & Struktur

Im Ehrenamt sind Zeit, Geld und Personal knapp. Umso wichtiger sind klare Rollen, offene Kommunikation und ein verlässlicher Austausch zwischen Beirat, Vorstand und Geschäftsführung. Als Sprecherin des Beirats sehe ich mich in der Verantwortung, dass das Miteinander gelingt – transparent und vertrauensvoll.

3. Ressourcen & Reflexion

Unterstützende Materialien und Infos, sowie der Blick über den Tellerrand (auch Vernetzung mit anderen Beiräten) erhöhen die Professionalität. Regelmäßige Reflexion hält den Beirat wirksam und lernfähig.

Fazit:
Vereine stehen im Wandel – knappe Ressourcen treffen auf steigende Erwartungen. Ein Beirat ist dabei kein schmückendes Beiwerk oder ein "Schattenvorstand", sondern das Navigationssystem im Veränderungsprozess. Vielfalt, Kommunikation und Reflexion sorgen dafür, dass der Kurs stimmt – und aus Ehrenamt echte Wirkung entsteht.

 

Praxisimpuls: 3 Fragen für jeden Beirat

1. Sind wir vielfältig genug, um wirklich neue Perspektiven einzubringen?

2. Haben wir klare Rollen, eine offene Kommunikationskultur und digitale Tools für Kommunikation, Dokumentation und Output?

3. Reflektieren wir regelmäßig, ob wir noch auf Kurs sind?

Wer diese Fragen ehrlich beantwortet, legt den Grundstein für innovative Beiratsarbeit mit Wirkung.

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