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Ellen sitzt als Podcast-Host von „Die Buchmacherinnen“ am Mikrofon. Im Lerntagebuch wird gezeigt, wie die Podcast-AG Wissen sammelt, ordnet, sichert und einen Lernpfad entwickelt.

Lerntagebuch: Vom Machen ins Sichern

Lerntagebuch: Vom Machen ins Sichern

#Lerntagebuch - Kapitel 1

Seit zwei Jahren bin ich Teil der Podcast-AG der BücherFrauen. Gemeinsam arbeiten wir daran, den Podcast „Buchmacherinnen – der BücherFrauen-Podcast“ verlässlich weiterzuführen.

Folge für Folge. Ehrenamtlich. Mit Erfahrung, Herzblut und manchmal auch mit der guten alten Improvisationskunst, die viele Frauen der Generation X ziemlich gut beherrschen:

Problem sehen, Ärmel hochkrempeln, Lösung finden.

Ich bin im Frühjahr 2024 engagiert dazu gesprungen - typisch Ellen: "Hurra ein Problem! Ich bin dabei und gemeinsam finden wir eine Lösung."

Zwei Jahre später wusste ich, wer was macht und wen ich fragen kann. Allerdings fühlte es sich nicht rund an und mein Bauchgrummeln hörte auch nicht auf.

Wir definierten in der AG die anstehenden Herausforderungen:

  • Wie sichern wir unser Wissen, damit der Podcast weiterklingt?
  • Wie bleiben wir als ehrenamtliches Redaktionsteam handlungsfähig, wenn Rollen wechseln, Frauen pausieren, Zeit knapp ist oder neue Frauen dazukommen?

Denn wir alle kennen das Leben um das Ehrenamt herum: Beruf, Familie, Sorgearbeit, Engagement, Gesundheit, Termine.

Der 6. Deutsche Freiwilligensurvey zeigt: 2024 engagierten sich 37,8 Prozent der Frauen im Alter von 50 - 64 Jahren freiwillig in Deutschland. Tendenz sinkend. Für mich heißt das: Engagement ist stark. Aber es braucht Strukturen, die entlasten.

Was wir schon haben

In den vergangenen zwei Jahren ist in unserer Podcast-AG viel Wissen entstanden.

  • Wie bereiten wir Interviews vor?
  • Wie läuft eine Aufnahme?
  • Was braucht die technische Bearbeitung?
  • Wann kommt Podigee ins Spiel?
  • Was muss in WordPress passieren?
  • Wer prüft den Blogbeitrag?
  • Wo liegen Freigaben, Bilder, Links und Kapitelmarken?

Vieles ist bereits dokumentiert in vielfältigen Dateiformaten: Interviewtipps, Veröffentlichungsablauf, Technikanleitung, Hinweise für Blogbeiträge und Podcaststatistik.

Wo arbeiten wir kollaborativ zusammen? 

Im Austausch mit der erweiterten Podcast-AG kam der Hinweis von Yvonne: Einige AGs der BücherFrauen arbeiten bereits auf der Plattform wechange. Eine Open-Source-Software aus Berlin - genossenschaftlich organisiert.

wechange wird also unser gemeinsamer Arbeits- und Lernraum, an dem der Lernpfad sichtbar wird.

Mehr dazu in Kapitel 2 in den nächsten Wochen

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Infografik: Gute Kommunikation mit KI braucht explizite Kontextangaben, klare Struktur, gute Audioqualität und menschliche Qualitätskontrolle.

AI Literacy: Transkripte nutzen zum Wissensmanagement

Transkripte: Wenn KI mitschreibt, müssen wir anders sprechen

Inzwischen sind Transkripte in Meetings, Workshops und Sessions fast normal. Die KI hört mit, schreibt mit und macht daraus im besten Fall eine saubere Dokumentation.

Im besten Fall.

Auf der 10. lernOS Convention #loscon26 zeigte der Test mit drei KI-Modellen deutlich: Aus demselben Transkript können je nach KI-Modell ganz unterschiedliche Zusammenfassungen entstehen. Andere Überschriften. Andere Schwerpunkte. Andere Fazits.

Der Grund: KI schreibt nicht einfach nur mit. Sie interpretiert.

Ein Mensch im Raum sieht die Folien, spürt die Stimmung, kennt Rollen, Pausen und Zwischentöne. Die KI bekommt vor allem Sprache, (noch) nicht die Tonalität. Und wenn das Entscheidende nur zwischen den Zeilen passiert, fehlt ihr genau das, was später in der Dokumentation wichtig wäre.

Darum gilt: Mit KI muss Klarheit hörbar werden.

Statt „Wie man hier sieht …“ besser: „Auf Folie 3 sehen Sie das Zürcher Ressourcenmodell. Die Kernaussage lautet: Ziele wirken stärker, wenn sie emotional positiv verankert sind.“

Statt „Das ist unser Modell …“ besser: „Dieses Modell zeigt drei Faktoren: Zielklarheit, Verantwortung und psychologische Sicherheit.“

Für eine leserfreundliche und verlässliche Dokumentation helfen ein paar einfache Regeln bei Lightning Talks, Impulsvorträgen etc.: Titel, Rollen und Ziel laut nennen. Folien benennen, nicht nur zeigen. Fachbegriffe erklären. Sprecherwechsel klar halten. Gute Audioqualität sicherstellen. Und vorab festlegen, was die KI liefern soll: Transkript, Zusammenfassung, Protokoll oder Lessons Learned.

Denn das sind vier verschiedene Aufgaben.

Und am Ende bleibt ein wichtiger Schritt menschlich: die Qualitätskontrolle. Besonders bei Namen, Zahlen, Zitaten, Modellen und Fazits lohnt sich der zweite Blick.

Der Merksatz lautet:

Mit KI bleibt gute Kommunikation unabdingbar. Sie wird möglicherweise sichtbarer. Und hörbarer.

Oder noch einfacher: Wer gute KI-Dokumentation will, muss der KI verdauliches Material geben. Das beginnt bei dem- oder derjenigen, die den Impuls gibt. Menschen emotional erreichen und der KI Stichworte geben, dass dieses im Hintergrund ihren Job der Dokumentation erledigen kann ist eine neue Herausforderung.

Allerdings trägt dies auch bei zu einem modernem Wissensmanagement — im Raum, im Gespräch, im klar ausgesprochenen Gedanken.

All in One-Paper:

Infografik: Gute Kommunikation mit KI braucht explizite Kontextangaben, klare Struktur, gute Audioqualität und menschliche Qualitätskontrolle.
Die Infografik zeigt, warum Vorträge, Workshops und Sessions für KI anders vorbereitet werden müssen: Kontext, Rollen, Folienbezüge und Kernaussagen sollten nicht nur sichtbar, sondern hörbar und eindeutig formuliert werden.

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Grafik zur 10. lernOS Convention (#loscon26) am 23./24.06.2026: „OPERATORS“ – Matrix-Aktivierung (20 Minuten, 3 neue Menschen für deine Matrix) mit Heidi Milke-Erlwein, Ellen Braun und Felix Harling, lernOS-Logo, QR-Code und Link loscon.lernos.org.

LernOS Convention26: perfectly hybrid als echter USP

LernOS Convention26: AI und perfectly hybrid als echter USP

Wer kennt die ikonische Szene aus dem Film Matrix? Morpheus hält zwei Pillen hin. Blau heißt: alles bleibt, wie es ist. Rot heißt: rein ins AI-Kaninchenloch – und sehen, wie tief es wirklich geht.
Die LernOS Convention 26 (#loscon26) ist genau dieser Moment – vielleicht ohne Leder-Mantel, dafür mit Menschen, die AI wirklich verstehen und anwenden wollen. Und mit einem USP, den man nicht „nachlesen“ kann. Den muss man erleben: perfectly hybrid.

AI FOR WORK THAT WORKS!

KI ist längst im Arbeitsalltag angekommen. Aber der Transfer in echten Mehrwert hakt oft genau da, wo es weh tut: zwischen „mal ausprobiert“ und „läuft verlässlich im Team“. Gleichzeitig ist der Hunger riesig: LinkedIn berichtet, dass 4 von 5 mehr darüber lernen möchten, wie KI im Beruf genutzt werden kann. Gallup zeigt: AI-Nutzung steigt – aber ohne Orientierung wird daraus schnell Aktionis mus statt Wirkung.

Die LernOS Convention26 ist die rote Pille für den Arbeitsalltag: hinschauen, testen, verbessern – gemeinsam.

Perfectly hybrid ist mehr als „auch online“!

Viele Events nennen sich „hybrid“ und meinen: ein Stream läuft nebenher.
Die Loscon26 ist ein Erlebnis mit mehreren Zugänge und einem gemeinsamen Lernraum. Perfectly hybrid ist kein Marketingbegriff, sondern unser Anspruch ans gemeinsame Lernen. Daran wurde gefeilt und getüftelt - für Austausch, der wirklich verbindet (übrigens: die coole Grafik auf der Homepage hat Hans gezaubert):

  • vor Ort in Nürnberg auf der Kaiserburg
  • online, aber nicht als reines Zuschauen, sondern als Teil des Geschehens
  • Satelliten-Locations, damit Teilnahme gemeinsam möglich ist – statt allein vor dem Bildschirm. Hier in Würzburg gehen zwei Satelliten an den Start: Prof. Dr. Steffen Hillebrecht und seine Studies gestalten den THWS-Satelliten. Im Coworking-Space nomad sind Sophie, Madlen und Lena Gastgeberinnen für ein gemeinsames Lernerlebnis. Alle Satelliten von Würzburg über Berlin, Wien nach Mallorca sind hier verzeichnet.

Wer „perfectly hybrid“ verstehen will, muss dabei sein – und kann die Erfahrung als Blaupause für´s eigene Unternehmen mitnehmen.

 

Aus dem Maschinenraum – meine Orga-Spuren in Activation, Makeathon & Podcast

Ich bin nun zum dritten Mal bei der LernOS Convention und zum zweiten Mal im Orga-Team. Es geht schon manchmal an meine Grenzen, wie z. B. beim "Vibe-Coding". Ich lese wirklich nie Gebrauchsanleitungen, obwohl ich es wirklich versuche! Aber bereits nach zwei Abschnitten werde ich ungeduldig, schaue ans Ende der Anleitung, verliere die Lust, probiere nach Trial & Error und die Chance ist 50:50, dass es gelingt. Nun also Vibe-Coding bei der LernOS Convention26:

Ellen & Vibe-Coding – gemeinsam geht fast alles!

Mein Lernknoten liegt schon Jahrzehnte zurück: 9. Klasse, Thema „Braun'sche Röhre“, der gefühlt leicht sadistische Tonfall meines Physiklehrers mit "Braun! Kommen Sie mal vor!" Mein Blut gefror, denn mein Kopf war leer in Bezug auf diese Materie! Ich muss nicht schildern, wie der Gang zur Tafel war und in den nächsten Minuten die 1,75 m Körpergröße schrumpften. Das Trauma: Physik ist ein Buch mit mindestens sieben Siegeln. Vielleicht erklärt das die Abneigung gegen Gebrauchsanleitungen. Komisch nur, dass das Rezeptlesen und anwenden durchaus gelingt.Simon schickte also das Kit für das Makethon. Gleichzeitig kam die Anleitung und ich wollte es wissen. Krieg' ich den Lernknoten gelöst mit Unterstützung der KI? Fast! Nicole gab mir noch einen entscheidenden Tipp und die Lampe leuchtete! Ein Erfolgserlebnis, weil Lernen leichter wird, wenn halbfertige Gedanken geteilt werden – und jemand sagt: „Guter Ansatz. Hier ist die Abkürzung."

Welche Abkürzungen gibt es bei lästiger Verwaltungsarbeit von Freelancern?

Mal ehrlich: ich kenne wenig Kolleg:innnen, die Spaß an Bürokratie haben. Ist ja auch wirklich selten kreativ eher gefühlte vergeudete Zeit. Außer, dass sich das Bankkonto wieder füllt. Aber mal angenommen, wir könnten den folgenden Workflow abkürzen: Angebot erstellt, Auftrag angenommen, Auftrag erledigt, Rechnung raus, Zahlung rein, alles automatisch verbucht und landet bei der Steuerberatung.
Dieser Frage widmen sich Philip und ich im Podcast am zweiten Tag der LernOS Convention26: Wo kann KI wirklich entlasten – und wie entstehen Lösungen, die nicht noch mehr Arbeit machen?
Also: Ein ehrliches Gespräch über KI-Automatisierung im Backoffice: Vom Beratungsgespräch zum fertigen Rechnungsentwurf und was dabei alles schiefgehen kann.

Wie gelingt´s also "AI FOR WORK THAT WORKS?"

Ihr habt immer die Wahl! Rote oder blaue Pille? Genau das fragen Heidi, Felix und ich Euch bereits am Anfang der LernOS Convention26. „So läuft KI wirklich im Alltag.“ – oder – „Das hat im Team funktioniert. Und das nicht.“

Bringt also Eure Erfahrungen mit und teilt sie! #SharingIsCaring

Hier geht´s zum kompletten Programm und hier nochmal zum reinhören, was so alles passiert. Alle Sessions werden dokumentiert, Learnings notiert. Bei vier parallelen Sessions ist die Qual der Wahl real – aber alle Inhalte sind später nachnutzbar. Denn unser Ansatz ist klar: Wissen muss verfügbar sein.

 

Alle Infos zur LernOS Convention26 am 23./24.06.2026: https://loscon.lernos.org/de/

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Silhouette eines Kopfes mit der Aufschrift „Generation X“ – Symbol für Klassentreffen und Transformation.

Prinzipien für gelingende Transformation

Vertrautheit, Geschichten, Verbindlichkeit - Prinzipien für Transformation

Vertrautheit, Geschichten, Verbindlichkeit - Prinzipien für Transformation

Ein Klassentreffen zeigt in klein, was Unternehmen in groß brauchen.

  • Einen gemeinsamer Raum: Statt die Zahl der Teilnehmenden zu bewerten, zählt die Vertrautheit und Sicherheit, die entsteht, wenn Menschen sich offen begegnen.
  • Geteilte Geschichten: Updates brauchen Struktur – sonst wird es zu viel auf einmal. Genau so verhält es sich in Organisationen: Impliziertes Wissen, das geteilt wird, muss organisiert sein, damit es nutzbar bleibt.
  • Verbindlichkeit: Absprachen wie „alle fünf Jahre am Korbmarkt“ schaffen Orientierung. Im Business-Kontext sind es Routinen und Prozesse, die Teams handlungsfähig halten.

1985 - Aufbruch

Boris Becker siegt in Wimbledon, und wir 90 Abiturienten aus Oberfranken starten ins Leben. Unsere Abizeitung hieß MAUL – Mitteilungsblatt ansprechender Unterhaltungsliteratur. Ein Name, der schon alles sagte: ironisch, frech, voller Energie. Heute fällt mir auf: Ich habe damals beim Layout mitgewirkt. Vielleicht der unscheinbare Anfang meiner Medienlaufbahn – vergessen über die Jahre, plötzlich wieder da.

2025 -  Wiederfinden

Vierzig Jahre später, mitten in der Transformation hatten wir in fünf Monaten gut siebzig Prozent unseres Jahrgangs aufgespürt; ein gutes Drittel des Jahrgangs kam tatsächlich zum Treffen. Mehr hätte ich mir gewünscht. Und doch: Die, die da waren, reichten völlig aus. Nach 15 Jahren Pause waren die Gespräche dicht, die Freude groß, die Geschichten vielfältig. „Mehr Updates hätte ich an einem Abend gar nicht geschafft“, meinte jemand. "Mit dieser Herzlichkeit und Offenheit hätte ich nach dieser langen Zeit nicht gerechnet." Beides stimmte.

Wir sind keine Boomer die in den Medien viel Raum einnehmen. Wir sind Generation X. Die, die nie laut für sich reklamiert haben, die aber ihren Weg gegangen sind. Pragmatiker, Mittendrinbleiber, oft unauffällig – jetzt am Übergang zum 60. Geburtstag. Noch mitten im Berufsleben balancierend zwischen Beruf, Familie, Elternpflege. Im Hier und Jetzt unterwegs ohne nostalgische Rückschau. Manche mit Vans quer durch Europa - nicht als Leihgabe aus der Boomer-Generation, sondern als Ausdruck unserer eigenen Arte, Leben und Freiheit zu gestalten. Und genau so werden wir weitermachen: selbstbestimmt, neugierig und bereit, die Transformation aktiv zu formen.

 

Was bleibt von diesem Abend?

Es war die Vertrautheit, die sofort da war: Gesichter, die Erinnerungen wachriefen, als hätten wir uns erst gestern im Pausenhof verabschiedet. Kein vorsichtiges Abtasten, sondern direktes Wiederandocken – leicht, selbstverständlich, vertraut. Und es war die Verabredung, die zählte. Nicht nur ein loses „Wir sollten uns mal wiedersehen“, sondern ein klares Bekenntnis: alle fünf Jahre am Korbmarkt, dazwischen spontane Treffen, organisiert über Messenger, Adresslisten und geteilte Foto-Ordner. So bleibt der Faden nicht nur geknüpft, sondern lebendig. Auch unsere Erinnerungen verändern ihr Format. Die alten Abizeitungen und Schriftenreihen werden digitalisiert, wandern aus den Kartons ins Netz. Nicht als Nostalgieprojekt, sondern als Brücke in die Gegenwart – jederzeit zugänglich, jederzeit teilbar. Und schließlich: unsere Haltung. Wir inszenieren keine Boomer-Nostalgie. Wir schreiben unser eigenes Drehbuch, bleiben beweglich, unaufgeregt und verbunden – mit offenem Blick für das, was noch kommt.

 

Fazit: 1985 stand für Aufbruch. 2025 für Wiederfinden.

Und beides zeigt: Vertrautheit, geteilte Geschichten und Verbindlichkeit sind keine privaten Luxusgüter, sondern Organisationsprinzipien. Wer psychologisch sichere Räume schafft, Wissen strukturiert teilt und verbindliche Routinen etabliert, bleibt zukunftsfähig.

Das Klassentreffen war ein Blick zurück, aber vor allem ein Ausblick: Verbindung und Vertrauen sind die eigentliche Währung von Transformation.

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Illustration einer Übersicht zu digitalen Werkzeugen für die ehrenamtliche Arbeit mit Bereichen für Kommunikation (WhatsApp, E-Mail, Zoom, Aktivitätenstrom) und Dokumentation (WUEMS-Drive). Unten drei Personen, die sich freudig abklatschen.

Wie Beiräte im Ehrenamt die Transformation mitgestalten

Ehrenamt neu gedacht: Wie Beiräte Transformation mitgestalten

Ehrenamt neu gedacht: Wie Beiräte Transformation mitgestalten

Beiräte sind das strategische Rückgrat vieler Organisationen. Wann entfalten sie wirklich Wirkung? Mit dieser Frage beschäftige ich mich seit meiner Wahl zur Sprecherin des Beirats bei WÜMS – Würzburg macht Spaß.  Spannend dabei: Erfolgsfaktoren ähneln oft denen von Teams in Unternehmen – und doch gibt es Unterschiede.

Fast 40 % der Bevölkerung engagiert sich ehrenamtlich in den rund 600.000 eingetragenen Vereinen (Stand 2017) in Deutschland. Beeindruckende Zahlen, hinter denen Menschen stehen, die ohne großes Aufheben Verantwortung übernehmen. Ehrenamt ist damit unverzichtbar für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gleichzeitig wandelt es sich: Klassische Vereinsstrukturen verlieren an Bindungskraft, während flexible und digitale Formate wachsen. Manche Organisationen profitieren davon, andere kämpfen um Mitglieder.

Auch ich habe Ehrenämter bewusst angenommen, aber ebenso bewusst zurückgegeben.

Mein Orientierungspunkt: Ich engagiere mich dort, wo Ehrenamt Wirkung vervielfacht.

Ob als Sprecherin des Beirats bei WÜMS, Prüfungsvorsitzende & Prüferin für den Fachwirt Büro- und Projektmanagement (IHK), in den IHK-Ausschüssen für Weiterbildung und Handel, Mentorin beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Moderatorin der Corporate Learning Community Mainfranken oder als Teil des Podcast-Redaktionsteams "Buchmacherinnen - Der Podcast der Bücherfrauen" – immer geht es um Austausch, Gestaltung und Vernetzung.

Welche Erfolgskriterien braucht es also zur Mitgestaltung im Beirat?

1. Vielfalt

Unterschiedliche Altersgruppen, Kompetenzen und Hintergründe machen den Beirat lebendig – und zukunftsfähig.

2. Kommunikation & Struktur

Im Ehrenamt sind Zeit, Geld und Personal knapp. Umso wichtiger sind klare Rollen, offene Kommunikation und ein verlässlicher Austausch zwischen Beirat, Vorstand und Geschäftsführung. Als Sprecherin des Beirats sehe ich mich in der Verantwortung, dass das Miteinander gelingt – transparent und vertrauensvoll.

3. Ressourcen & Reflexion

Unterstützende Materialien und Infos, sowie der Blick über den Tellerrand (auch Vernetzung mit anderen Beiräten) erhöhen die Professionalität. Regelmäßige Reflexion hält den Beirat wirksam und lernfähig.

Fazit:
Vereine stehen im Wandel – knappe Ressourcen treffen auf steigende Erwartungen. Ein Beirat ist dabei kein schmückendes Beiwerk oder ein "Schattenvorstand", sondern das Navigationssystem im Veränderungsprozess. Vielfalt, Kommunikation und Reflexion sorgen dafür, dass der Kurs stimmt – und aus Ehrenamt echte Wirkung entsteht.

 

Praxisimpuls: 3 Fragen für jeden Beirat

1. Sind wir vielfältig genug, um wirklich neue Perspektiven einzubringen?

2. Haben wir klare Rollen, eine offene Kommunikationskultur und digitale Tools für Kommunikation, Dokumentation und Output?

3. Reflektieren wir regelmäßig, ob wir noch auf Kurs sind?

Wer diese Fragen ehrlich beantwortet, legt den Grundstein für innovative Beiratsarbeit mit Wirkung.

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StarkeUnternehmerinnen25_wissen_teilen

#StarkeUnternehmerinnen25

Wissen teilen - gemeinsam wachsen | 8. Treffen bei Gastgeberin Carola

Ein Treffen, das inspiriert, verbindet und verändert. Was bei Gastgeberin Carola Wehrbein (Buchhandlung & Schreibwaren Augustiniok) stattfand, war weit mehr als ein Austausch von Zahlen und Konzepten – es war ein gelebter Beweis für die Kraft unternehmerischer Gemeinschaft.

Eine Community, die trägt
Die Unternehmerinnen der „Starken Unternehmerinnen“ zeigen eindrucksvoll: Netzwerke sind nicht nur nett, sie sind notwendig. In einer Welt voller Umbrüche braucht es Räume, in denen man nicht nur Wissen teilt, sondern auch Mut, Zweifel und Visionen. Genau das bot das 8. Treffen der #StarkenUnternehmenn in Waldkirch: Ein Ort des offenen Dialogs – ehrlich, klar, konstruktiv.

Wissen teilen, Lösungen gestalten
Ob Bezugsmodelle, Sortimentsstrategien oder Leseclubs – das Treffen war ein Feuerwerk an Impulsen. Besonders eindrucksvoll: die gemeinsame Entwicklung eines  Crossmarketing-Projekts, das Buchkultur und Weingenuss verbindet – mit Storytelling, Stil und strategischer Power.

Lernen im Tun
Die Unternehmerinnen sind immer auf der Suche nach neuen Themen und suchten das Gespräch mit anderen Unternehmerinnen. In der Schwarzwaldseifen-Manufaktur wurde greifbar, was die Unternehmerinnen verbindet: Werte leben, Verantwortung weitergeben, Wandel gestalten.

Dieses Treffen war ein starkes Signal

Unternehmertum ist mehr als betriebswirtschaftliches Handeln – es ist Haltung, Kreativität und Gemeinschaftssinn. Genau darin liegt die Zukunft des Mittelstands.

 

Impressionen

„Super!“  - „Ich hätte die Buchhandlung nicht mehr, wenn ich Euch nicht hätte!“    -    „Ich wollte nur einmal kommen und dann nie mehr; es ist eine große Bereicherung“     -    „Frische im Alltag – nehme viele Ideen mit!“ – „Ich lerne unglaublich viel.“  -  „Unser Projekt finde ich super!“

Community der #Starken Unternehmerinnen (Reihenfolge nach Zugehörigkeit)

Du bist neugierig geworden? Dann folge der Community oder mach mit. Denn gemeinsam geht mehr – nicht nur in Waldkirch. Kontakt

 

Reinhören in die Community

 

Die nächsten Termine der Community

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Bezugsmodelle – KI-Agent für Buchhandlungen

Bezugsmodelle – KI-Agent für Buchhandlungen

Beim achten Treffen der StarkenUnternehmerinnen war es soweit: Der KI-Agent „AI-nkaufs-Assistenz Bezugsmodelle“ zur Entscheidungsfindung des passenden Bezugsmodells startete in die Testphase (01.04. - 31.07.2025) bei Gastgeberin Carola Wehrbein (Buchhandlung & Schreibwaren Augustiniok).

Wozu ein KI-Agent?

Die Buchbranche verfügt über vielseitige Bezugswege mit einem ausgefeilten Logistiksystem. Allerdings sind die Konditionen der verschiedenen Anbieter sehr vielschichtig und auch für manche langjährigen Brancheninsider tlw.  intransparent. Steigende Kosten beim Bezug der Bücher, drohende Maluszahlungen, ein gefühltes Einkaufschaos und hoher Zeitaufwand für Umbuchungen, Nachbestellungen machten deutlich, dass beim jährlichen Treffen der Unternehmerinnen das Thema "welches Bezugsmodell passt zu meinem Geschäft" auf der Agenda ganz oben steht.

Im Vordergrund stand dabei, wie die Entscheidungsfindung unterstützt werden kann unter Einbindung der KI, denn die Unternehmerinnen beschäftigten sich bereits im Vorfeld intensiv mit den Stärken und Herausforderungen der einzelnen Verbundgruppen (Nordbuch, Buchwert, LG Buch, Buch & Co. und eBuch) und die damit verbundenen Vor- und Nachteile. Was rechnet sich und wiegen die günstigen Konditionen manch´ andere Kriterien auf? Welche Verbundgruppe arbeitet mit welchem Barsortiment (Libri, Könemann, Umbreit, Zeitfracht) zusammen?

Die "AI-nkaufs-Assistenz Bezugsmodell" ist speziell auf die Rahmenbedingungen und Praxis des inhabergeführten Buchhandels zugeschnitten – mit Fokus auf die komplexe Struktur der Bezugswege zwischen Verlagen, Barsortimenten und Verbundgruppen.

Ziel ist es, im dialogischen Verfahren die passende Einkaufsstrategie gemeinsam mit der Nutzerin herauszuarbeiten.

Learnings bei der Entwicklung:

  1. Allgemeine Daten als Basis:
    Der Chatbot greift auf strukturierte, hinterlegte Informationen zu Barsortimenten, Transportkosten, Rückvergütungsmodellen und Verbundgruppen zurück. Damit kennt er die Rahmenbedingungen – ohne sensible Daten der einzelnen Buchhandlung zu erfassen.
  2. Nutzwertanalyse als Entscheidungsgrundlage:
    Eine klare Struktur unterstützt die Unternehmerinnen dabei, qualitative Kriterien für die Bewertung von Bezugsmodellen zu benennen, zu gewichten und einzuordnen. So entsteht ein echtes Abwägen – jenseits von reinen Zahlen.
  3. Keine Konditionen! Dafür Hinweise zur Wirtschaftlichkeit:
    Da individuelle Einkaufskonditionen sensible Informationen sind, gehören sie nicht in diese Art von KI. Stattdessen gibt die KI-Assistenz hilfreiche Impulse, wie sich eine Wirtschaftlichkeitsberechnung im nächsten Schritt sinnvoll aufsetzen lässt – ganz konkret, aber DSGVO-konform.

Wie funktioniert’s bisher konkret?

Die Nutzerin beschreibt der KI-Assistenz zunächst ihre IST-Situation: Welche Bezugswege nutzt sie aktuell? Welche Barsortimente oder Verbundgruppen sind im Einsatz?

Dann startet die SWOT-Analyse – mit dem Ziel, Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken des aktuellen Modells zu erkennen. Der Chatbot fragt, fasst zusammen, reflektiert – so entsteht ein strukturierter Blick auf das eigene Einkaufsmodell.

Es folgt eine Nutzwertanalyse. Die Nutzerin bestimmt die Gewichtung und bewertet ihren derzeitigen Partner für eine vergleichbare Entscheidungsgrundlage.

Erst nach der Zielklärung – also wenn klar ist, was besser werden soll – entwickelt der KI-Agent konkrete Maßnahmenvorschläge. Das Ziel wird dabei SMART geschärft (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert).

Fazit: Die KI-Assistenz eröffnet fundierte Entscheidungswege statt standardisierte Antworten. Er ersetzt keine persönliche Beratung, aber stärkt die Reflexion und strukturiert die Auswahlprozesse.

 

Mehr Infos und Hintergründe erfahren: Kontakt

 

Übrigens: KI-Anwendungen sind kein Hexenwerk – sondern machbar.

Lerne selbst mit „Seitenweise KI.  KI-Lernpfad für die Buchbranche“. Vom 29.04. – 05.06. online bei der Bücherfrauen-Akademie.

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KI bei der Candidate Experience: Hype oder Revolution?

KI bei der Candidate Experience: Hype oder Revolution?

Künstliche Intelligenz verändert das Recruiting. Doch bringt sie echten Mehrwert oder ist sie nur ein Hype? Genau diese Frage stand im Fokus des #MainLearnSnack der #CLCMainfranken.

Drei zentrale Erkenntnisse:

  1. Bewerbende erwarten mehr! Sie wollen transparente, schnelle Kommunikation, personalisierte Interaktionen und digitale Prozesse. KI kann helfen – wenn sie fair und verständlich eingesetzt wird.
  2. Unternehmen kämpfen mit Regularien. Automatisierte Kommunikation, KI-gestütztes Screening und personalisierte Stellenangebote sind vielversprechend, aber Datenschutz & Ethik bleiben große Herausforderungen.
  3. Revolution oder Hype? Beides! KI wird Recruiting effizienter machen – aber nur in bestimmten Bereichen. In Gehaltsklassen bis 70.000 Euro könnte sie zum Standard werden, während menschliche Einschätzung im Top-Management unersetzlich bleibt.

Fazit: KI ist gekommen, um zu bleiben. Unternehmen, die sie gezielt einsetzen, können einen echten Wettbewerbsvorteil erlangen.

Mach den Check-Up für Dein Recruiting: Hier an der Umfrage teilnehmen! - Umfrage ist abgeschlossen!

Wir berichten natürlich auch hier über die Ergebnisse.

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