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lick in eine Buchhandlung mit Bücherregalen; daneben eine pinke Grafik mit dem Schriftzug „#SchauGenau!“ und einer gezeichneten Brille.

#SchauGenau! Lesekompetenz & Schulbuchgeschäft

#SchauGenau! Was inhabergeführte Buchhandlungen im Schulbuchgeschäft leisten!

Kurz vor den heiß ersehnten Sommerferien. Draußen sind es mehr als 30 Grad. Im Verkaufsraum steigt die Temperatur weiter. Im Lager stehen Paletten mit Schulbüchern. Einige Titel fehlen. Andere wurden falsch geliefert. Eine Schule hat ihre Bestellung geändert. Die Rechnungen müssen trotzdem stimmen.

Der erste Schultag nach den Sommerferien ist fix. Und dann brauchen alle Schulkinder ihre Bücher.

Während die Lesekompetenz laut der IGLU-Studie 2023 weiterhin Anlass zur Sorge gibt, beginnt in vielen inhabergeführten Buchhandlungen die heiße Phase des Schulbuchgeschäfts – mit Bestelllisten, Lieferterminen, Nachfragen, Paletten und sehr viel Handarbeit.

Die Lage ist ernst: Sowohl beim Lesen und bei denen die dafür sorgen, dass das Material auf den Tisch kommt

Lesen ist die Voraussetzung dafür, Aufgaben zu verstehen, Informationen einzuordnen, Verträge zu prüfen, digitale Inhalte zu bewerten und sich eine eigene Meinung zu bilden. Wer nicht ausreichend lesen kann, hat nicht nur im Deutschunterricht ein Problem. Lesekompetenz beeinflusst das Verstehen von Aufgabenstellungen, die Einordnung von Themen in Zusammenhänge und das Lösen von Herausforderungen.

In meiner Nebenrolle als Dozentin bei verschiedenen Bildungsträgern mit DQR 6 (entspricht Bachelor) ist diese Unsicherheit bei einem Teil der Kursteilnehmenden massiv spürbar – etwa bei der Erstellung von Gliederungen für Abschlussarbeiten oder beim Formulieren eines aussagekräftigen Titels für ein mündliches Fachgespräch mit Präsentation.

Doch heute möchte ich den Blick auf diejenigen lenken, die vor Ort umfangreich Leseförderung betreiben und im Hintergrund dafür sorgen, dass die Logistik funktioniert.

Der Arbeitsprozess in der Buchhandlung

Eine Buchhandlung betreut beispielsweise mehr als zehn Schulen und wickelt während der Sommersaison Schulbuchaufträge im Wert von 250.000 bis 300.000 Euro ab.

Hinter diesem Umsatz stehen jedoch Hunderte Bestellpositionen, unterschiedliche Klassenstufen, verschiedene Ausgaben – je nach Bundesland –, ergänzende Arbeitshefte, Nachzügler und kurzfristige Änderungen.

Workflow in der Buchhandlung:

  • Bestelllisten prüfen – oft handgeschrieben und mit fehlerhaften ISBN
  • Ausgaben und ISBN korrekt zuordnen
  • Liefermöglichkeiten klären
  • Paletten annehmen und kontrollieren – häufig in Garagen oder externen Lagerräumen
  • Bücher nach Schulen und Klassen sortieren
  • fehlende Titel nachbestellen
  • Fehllieferungen reklamieren
  • Sondertitel direkt bei Verlagen beschaffen
  • Rechnungen erstellen
  • Rückfragen beantworten
  • Abholungen oder Auslieferungen koordinieren
  • und schließlich die Lieferung in die Schule organisieren – oft in obere Stockwerke ohne Aufzug

Die Lieferkette und die Herausforderungen

Das eine Buch kommt über das Barsortiment. Das nächste muss direkt beim Verlag bestellt werden. Ein Titel ist kurzfristig nicht lieferbar. Ein anderer wurde in einer neuen Auflage eingeführt. Mengen ändern sich, weil Schüler:innen hinzukommen oder Klassen neu zusammengesetzt werden.

Hinzu kommen Ausschreibungen, Rabattregelungen (vgl. BuchPrG) und besondere Anforderungen öffentlicher Auftraggeber. Dabei trägt die Buchhandlung Verantwortung für eine Lieferkette, die sie selbst nur begrenzt steuern kann:

  • Sie kann das Buch nicht drucken
  • Sie kann die Lieferfähigkeit des Verlages nicht garantieren (z.B. Meldenummer 15)
  • Sie kann auch nicht verhindern, dass sich Bestellungen kurzfristig ändern

Aber sie ist die Stelle, bei der am Ende nachgefragt wird, wenn etwas fehlt. Sie ist häufig diejenige, die die Probleme in der Lieferkette lösen soll.

Die Wertschöpfung

Das Schulbuchgeschäft bringt Volumen. Ob es wirtschaftlich attraktiv ist, hängt jedoch davon ab, wie effizient die Prozesse organisiert sind.

Entscheidend ist nicht nur die Höhe des Auftragswerts, sondern auch, was von der Marge übrig bleibt: Bei etwa 20 % Handelsspanne und Rabatten von 10 bis 15 % für Schulen (vgl. BuchPrG §7 (3)) verbleibt oft nur ein geringer Anteil zur Deckung der Kosten.

Bei einer durchschnittlichen Spanne von rund 8 % stellt sich die Frage:

  • Wie viele Arbeitsstunden bindet der Auftrag?
  • Wie viele Rückfragen entstehen?
  • Wie oft muss nachbestellt werden?
  • Wie viele Lieferungen müssen kontrolliert werden?
  • Wie hoch ist der Aufwand für Sortierung und Kommissionierung?
  • Welche Aufgaben übernimmt ein Dienstleister?
  • Wie hoch sind die Transportkosten?
  • Welche Sonderfälle verbleiben in der Buchhandlung?
  • Welcher Ertrag bleibt nach Abzug aller Prozesskosten?

Beispiel: Ein Schulbuch kostet 22,90 Euro inklusive 7 % Mehrwertsteuer. Daraus bleiben - gerechnet mit durchschnittlich 8 % - etwa 1,71 Euro pro Buch für den gesamten beschriebenen Prozess.

Gerade inhabergeführte Buchhandlungen rechnen ihre eigene Arbeitszeit häufig nicht vollständig ein. Die Inhaberin beginnt früher, bleibt länger oder bearbeitet Bestellungen am Abend.

Also: Ein Umsatz von 300.000 Euro klingt beeindruckend. Er sagt jedoch wenig darüber aus, wie viel die Buchhandlung tatsächlich verdient – und wie viele Wochen intensiver Arbeit darin stecken.

Ohne Menschen mit Leidenschaft für´s Lesen funktioniert vieles nicht

Das Schulbuchgeschäft zeigt, was lokale Buchhandlungen leisten, wenn standardisierte Systeme an ihre Grenzen kommen:

  • Eine Software erfasst die Bestellungen. Sie erkennt jedoch nicht automatisch, dass eine Schule versehentlich die falsche Ausgabe bestellt
  • Ein Warenwirtschaftssystem zeigt Bestände an. Es ruft aber nicht beim Verlag an, wenn ein Titel dringend benötigt wird
  • Ein Logistikdienstleister liefert Kartons. Er erklärt einer Lehrkraft nicht, warum ein Arbeitsheft fehlt und welche Alternative verfügbar ist

Diese Arbeit übernehmen Menschen mit hohem Fachwissen und einer Menge Erfahrung.

Sie kennen die Schulen, die Ansprechpartner:innen, die Verlage und die wiederkehrenden Herausforderungen. Sie wissen, welche Rückfrage notwendig ist und wann pragmatisch entschieden werden muss. Es ist hohe Prozesskompetenz statt Romantik im Einzelhandel.

Leseförderung beginnt nicht erst bei der Vorlesestunde

Natürlich lösen Buchhandlungen die Probleme der Lesekompetenz nicht allein. Dafür braucht es qualifizierten Unterricht, Sprachförderung, Bibliotheken, Eltern, Bildungspolitik und ausreichend ausgestattete Schulen. Aber Buchhandlungen sind wichtiger Teil dieser Infrastruktur.

Sie sorgen dafür, dass Lernmittel verfügbar sind. Sie beraten Familien. Sie organisieren Lesungen, Vorleseaktionen und Begegnungen mit Autorinnen und Autoren. Sie schaffen Räume, in denen Kinder Bücher nicht nur als Prüfungsstoff, sondern als Zugang zu Geschichten erleben.

Solche Veranstaltungen erscheinen in keiner PISA-Auswertung. Trotzdem sind diese hochwirksam: Leseclubs. Lesekoffer, Lesetüten, Vorlesewettbewerbe, Welttag des Buches, Fahrten zur Frankfurter Buchmesse, Escape Rooms uvm. fördern Neugier, Aufmerksamkeit und die Erfahrung, dass Bücher etwas mit dem eigenen Leben zu tun haben. Lesekompetenz wächst nicht allein durch die Anwesenheit von Büchern.

Aber ohne erreichbare Bücher, ansprechende Geschichten und Orte, an denen Lesen sichtbar wird, wird es ebenfalls schwierig.

Ein Appell

Vorne stehen die Bücher ordentlich im Regal. Hinten werden Bildungswege mitorganisiert.

Dazwischen stehen leidenschaftlich engagierte Buchhändler:innen, die Lieferprobleme lösen, Bestellungen kontrollieren, Veranstaltungen organisieren und gleichzeitig versuchen, ein wirtschaftlich tragfähiges Unternehmen zu führen.

Wer das Schulbuchgeschäft als Teil der lokalen Bildungsinfrastruktur versteht, sollte wertschätzend auch unterm Jahr handeln: Einfach Bücher bei der Buchhandlung des Vertrauens am Ort bestellen! Auch im Onlineshop, den jede Buchhandlung hat. Bücher sind preisgebunden und kosten also überall gleich viel.

Bevor also ein Kind lesen lernen kann, muss das richtige Buch auf seinem Tisch liegen.

Oft hat eine Buchhändlerin längst dafür gesorgt. #StarkeUnternehmerinnnen

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Sonnenuntergang am Meer mit einem pink-orangefarbenen Bulli und dem Schriftzug „Mein persönliches Wissensmanagement – Lernreise 26“.

#CLCPKM: Wissensmanagement – Vom Sammeln zum Schreiben

Meine Lernreise PKM26

Mein Wissens-Bulli ist voll. Warum komme ich trotzdem zu selten ins Schreiben?

Meine Oma Resi schnippelte Rezepte aus Zeitschriften aus und sammelte diese in einer Box. Ich bin ihr sehr ähnlich und sammle: Fachartikel, Studien, Notizen und digitale Fundstücke.  Ein Teil davon dümpelt in Kartons. Der Rest verteilt sich auf Papier, OneNote, Raindrop, Obsidian und Zotero. Die Herausforderung: Was ich nicht überblicke und nicht finde, steht mir auch nicht als Wissen zur Verfügung.

Mein Wissens-Bulli ist also gut beladen. Nur zum Schreiben komme ich damit - gefühlt - viel zu selten.

Genau deshalb mache ich diese Lernreise in diesen Wochen. 14 Wochen mit sechs Themenregionen:

  1. Wissen sinnvoll aufnehmen und ordnen
  2. Wissen wiederfinden und wiederaufnehmen
  3. Aus Informationen eigenes Wissen entwickeln
  4. Das PKM im Alltag tragfähig halten
  5. Wissen in Bewegung bringen
  6. KI bewusst in das eigene PKM einbinden

Übrigens: dieser Blog wird während der Lernreise ständig aktualisiert. Es kann also durchaus vorkommen, dass der Text sich ändert im Zeitablauf. Es lohnt sich also immer mal wieder zu schauen, was sich Neues ergeben hat.

A) Wissen sinnvoll aufnehmen und ordnen

Ich komme aus der Buchbranche und bin eine echte Leseratte - ein sogenannter Vielleser lt. Studie des Börsenvereins. Hinzu kommen Gespräche aus Beratung, Coaching und Supervision, Konferenzen, Podcasts, Webseiten, Studien, Newsletter, Videos und spontane Ideen. Die eigentliche Frage lautet "Welches Gepäck bringt mich tatsächlich ans Ziel" statt "Welche Informationen brauche ich noch?"

Mindestens zehn Informationsquellen liefern ständig Nachschub. Mein Ziel sind 26 veröffentlichte Beiträge im Jahr. Schon rechnerisch kann deshalb nur ein Bruchteil dessen, was mich interessiert, in einen Text gelangen.

Das Publizieren ist für mich keine völlig neue Route. Vor meiner Zeit als Working-Mom erschien meine wöchentliche Kolumne "Fragen Sie Ellen Braun" jahrelang im Börsenblatt des Deutschen Buchhandels. Bei zwei Büchern war ich Co-Autorin, arbeite als freie Mitarbeiterin bei Langendorfs Dienst und bin auch sonst unregelmäßig unterwegs in verschiedenen Medien.

Ich kann schreiben. Ich kann auch regelmäßig liefern.

Mir fehlt allerdings aktuell ein verbindlicher Prozess, der aus den unzähligen Gedanken aus den verschiedenen Infoquellen aus Anwendung und Literatur schließlich einen Beitrag macht, der wertig und würdig ist veröffentlicht zu werden.

1. Auswählen: was ist es wert, festgehalten zu werden?

Die laufenden Projekte wurden nach der PARA-Methode (Projekte, Areas, Ressourcen, Archiv) sortiert. Alles, was gerade nicht aktiv ist, ist ins Archiv gewandert. Damit ist meine aktuelle Route wieder sichtbar.

📚Tipp: Tiago Forte (2023): Die PARA-Methode. Wie Sie Ihr digitales Leben vereinfachen, organisieren und meistern. REDLINE Verlag.

Für neue Informationen wird eine einfache Regel getestet: Ein Fundstück darf mit, wenn es einem aktiven Projekt oder einem geplanten Beitrag zugeordnet werden kann. Dazu wird ein eigener Gedanken notiert und kommt wird mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen (12 Wochen). Andernfalls bleibt es eine interessante Begegnung am Wegesrand.

Formel: Aktives Projekt + Gedanke + MHD

Damit kann mein Verstand gut arbeiten. Mein emotionales Erfahrungsgedächtnis grummelt noch.

Warum die Kartons trotzdem bleiben

Die Kartons enthalten nicht einfach nur Papier. Sie sind eine Art materielle Rückversicherung gegen die Angst, etwas Wichtiges zu vergessen, eine Chance zu verpassen oder den Anschluss zu verlieren. Mein innerer Satz lautet offenbar: "Wenn ich diese Infos wegwerfe, könnte mir später genau dieses Wissen fehlen."

Also bleiben Artikel im Karton. Sicher ist sicher. Nur finden würde ich den einzelnen Artikel dort vermutlich nie mehr.

Im Zürcher Ressourcen Modell steht das "Würmli" für unser emotionales Erfahrungsgedächtnis. Mein Verstand kennt die begrenzte Ladekapazität längst. Mein Würmli steht trotzdem neben dem Bulli und ruft: „Pack es lieber ein!“

Überladener Bulli voller Bücher und Ordner. Daneben hält ein fröhliches Würmli ein Fundstück hoch und ruft: „Pack es lieber ein!“
Das Würmli verkörpert den Impuls, interessantes Wissen vorsichtshalber einzupacken. KI-generierte Illustration, erstellt mit ChatGPT Pro.

Unter Stress greifen Menschen leichter auf vertraute Handlungsmuster zurück. Bei mir lautet dieses Muster: behalten statt entscheiden.

Deshalb hat der Vorsatz „Jeden Tag fünf Zentimeter Papier aussortieren“ nie dauerhaft funktioniert. Er verlangte Loslassen, ohne vorher Orientierung und Sicherheit zu schaffen. Diesmal war die Reihenfolge eine andere: Ich habe zuerst meine aktiven Projekte sortiert und damit die Route festgelegt. Alles andere durfte zunächst ins Archiv.

Erst jetzt kann ich bei jedem neuen Gepäckstück fragen: Gehört es zu meiner aktuellen Reise – oder nehme ich es nur aus Angst mit? Mein Würmli muss nicht lernen, dass Wegwerfen ungefährlich ist. Es darf lernen, dass weniger Gepäck nicht automatisch weniger Möglichkeiten bedeutet.

Weniger Gepäck, mehr Bewegung

Mein Ziel ist nicht der perfekt eingeräumte Wissens-Bulli. Mein Ziel sind 26 veröffentlichte Beiträge im Jahr. Deshalb lautet meine neue Frage: "Wofür werde ich das Entdeckte/Gesehene/Gelesene konkret verwenden?"

Bleibt die Antwort aus oder vage, muss das Fundstück nicht mit, weil meine Aufmerksamkeit begrenzt ist. Mein Wissens-Bulli muss nicht alles enthalten. Er muss fahren.

2. Von der Quelle zur Notiz - digital und handschriftlich

Mein PKM gleicht einem Wegenetz mit gut ausgebauten Strecken, Nebenwegen und gelegentlichen Sackgassen. Manche davon habe ich vermutlich selbst angelegt.

Anregungen erreichen mich aus Büchern, Fachbeiträgen, Podcasts, Veranstaltungen und bei Gesprächen. Hinzu kommen Beobachtungen aus Beratung, (Team-)-Coaching und Supervision sowie Ideen beim Autofahren, Radfahren, Yoga und Kochen.

Je nach Situation landen diese Gedanken an unterschiedlichen Orten:

  • Bei Konferenzen und Schulungen notiere ich per OneNote
  • Unterwegs diktiere ich in die Notizen-App des Iphones
  • Regelmäßig benötigte Links und aktuelle Quellen speichere ich in Raindrop
  • Dauerhaft relevante Gedanken sollen in Obsidian landen
  • Bücher lese ich am liebsten analog – der Augen wegen und weil ich den Buchgeruch liebe. Notizen mache ich mir dazu auf blauen halb gefalteten DIN-A4-Blättern mit Seitenzahl und Notiz. Ist wie ein Spickzettel in der Schule. Ich weiß einfach wo was steht.

Das schnelle Festhalten gelingt. Schwieriger ist es, das Gesammelte später weiterzuentwickeln. Meine Gedanken sind zuverlässig am Eingang – nur die Weiterreise ist nicht immer geklärt.

Der 50 Zentimeter hohe Beweis

Neben den digitalen Ablagen steht ein mindestens 50 Zentimeter hoher Stapel Notizbücher – ohne Farbcode. Sie wurden gekauft, geschenkt oder von meiner Tochter aussortiert, wie z.B. ein altes „Mia and me“-Heft.

50 Zentimeter hoher Stapel unterschiedlich gestalteter Notizbücher, auf dem ein blauer Modell-Bulli mit weiterem Gepäck steht.
Mindestens 50 Zentimeter persönliche Wissensarbeit – und längst noch nicht alle Notizbücher. Eigene Fotografie, gestaltet mit Canva.

Häufig weiß ich ungefähr, in welchem Heft etwas steht. Mein Gehirn verbindet den Inhalt offenbar mit dem Anlass und dem jeweiligen Notizbuch. Das ist kein belastbares Ablagesystem, funktioniert aber erstaunlich gut. Persönliche Wissensarbeit folgt eben nicht allein einer technischen Logik. Manchmal folgt sie einem rosafarbenen Einhorn auf einem alten Schulheft.

Schreibdenken braucht Platz

Stift und Papier bleiben für mich wichtig. Je größer die Fläche, desto besser. Ich nutze Zeichenblöcke, alte Karteikarten oder die Rückseite beschriebener Flipchartbögen. Nachhaltigkeit und Denkfreiheit passen hier erstaunlich gut zusammen. Auf dem Papier dürfen Gedanken unfertig sein. Ich kann Pfeile zeichnen, Wörter einkreisen und Zusammenhänge sichtbar machen. Vieles steht nicht vor dem Schreiben fest, sondern entsteht dabei. „Schreibdenken“ ist ein hervorragendes und wunderbares Wort dafür. Danke an diejenige in der Community, die dieses Wort kreiert hat. 🙏

Analoge Aufzeichnungen gelten als Arbeitsmittel auf Zeit. Sobald ihr Inhalt verarbeitet ist, werden diese konsequent entsorgt. Was für ein herrlicher Moment, wenn das Papier zerknüllt oder zerrissen wird. "Wieder was erledigt!"

Vom Papier in den digitalen Denkraum

Tragfähige Inhalte werden in Word, OneNote oder Obsidian überführt. Handschriftliche Aufzeichnungen lasse ich teilweise von KI transkribieren. Das erleichtert den Übergang ins Digitale, ersetzt aber nicht die inhaltliche Bearbeitung. Ein transkribierter Zettel ist schließlich noch kein ausgearbeiteter Gedanke, aber mit Unterstützung der KI wird strukturiert und weiterentwickelt. Spannend!

Für die Weiterarbeit helfen vier Fragen:

  • Welcher eigene Gedanke steckt darin?
  • Zu welchem Thema oder Projekt gehört er?
  • Wie knüpft er an mein vorhandenes Wissen an?
  • Wofür möchte ich ihn verwenden?

Nicht jede Quelle braucht einen Dauerparkplatz

Die verschiedenen Werkzeuge haben inzwischen eigene Aufgaben: OneNote ist derzeit mein Denk- und Arbeitsraum. Obsidian soll dauerhaft relevantes Wissen vernetzen. Raindrop verwaltet ausgewählte Webquellen. Papier bleibt dem offenen Schreibdenken vorbehalten. Trotzdem stellt sich bei jedem Fundstück die unbequeme Frage:

Speichere ich diese Quelle, weil ich sie verwenden werde – oder weil das Speichern leichter ist als die Entscheidung, sie vorbeiziehen zu lassen?

Die eigentliche Schwachstelle liegt deshalb nicht beim Speichern, sondern beim Sichten, Verdichten und Übertragen. Aber das kommt ja noch später während der Lernreise.

Eine Deadline schafft Klarheit

Bei einem Magazinbeitrag mit Abgabetermin gelingt fokussieren. Die Deadline zwingt mich zur Auswahl: Welche Quellen tragen? Welcher Gedanke steht im Zentrum? Wann ist die Recherche beendet? Schreibe ich dagegen nur für meine eigene Sichtbarkeit, bleibt die Sammelphase leichter geöffnet. Schließlich könnte noch eine Studie, ein Beispiel oder ein kluger Gedanke fehlen. Zotero zeigt sich an dieser Stelle ausgesprochen hilfsbereit und liefert zuverlässig weitere Wissenshäppchen. "Oh, das habe ich ja noch gar nicht unter der Perspektive betrachtet."

PKM definiert Wikipedia als: "Ein Bündel von Konzepten, Methoden und Werkzeugen zur Strukturierung und Ordnung von individuellen Wissensbeständen, das Einzelpersonen ermöglicht, Verantwortung dafür zu übernehmen, was sie wissen und wen sie kennen."  PKM wird damit zur Frage der Selbstführung: Wann ist der Artikel genug zur Veröffentlichung?

Meine Wissensarchitektur: Jeder Gedanke braucht mehr als einen Stellplatz

Ich merke, dass sich meine Einstellung ändert. Persönliches Wissensmanagement ist mehr als Verstauen. Mein Wissens-Bulli braucht eine durchdachte Innenaufteilung: Was liegt wo, was brauche ich griffbereit und welches Gepäck hilft mir auf meiner nächsten Etappe?

Diese Ordnung ist meine persönliche Wissensarchitektur. Damit der Bulli nicht nur gut beladen herumsteht, gehört auch ein Plan für die Weiterarbeit dazu:

  1. Woher kommt die Information?
  2. Wo halte ich sie fest?
  3. Wofür möchte ich sie verwenden?
  4. Wie verarbeite ich sie weiter?
  5. Bis wann soll daraus ein Ergebnis entstehen?

Ich möchte schließlich nicht nur jederzeit sagen können, wo mein Gepäck liegt. Ich möchte damit irgendwo ankommen.

Inspiriert dazu hatte folgendes Buch: Holtel, S. (2024): "Droht das Ende der Experten? ChatGPT und die Zukunft der Wissensarbeit", Vahlen Verlag. Tabelle 11: Beispielhafte Tätigkeitsbeschreibung eines Wissensarbeiters.

3. Eine Ordnung über mehrere Orte hinweg

Der zentrale Arbeitsplatz ist mein Notebook, allerdings nicht automatisch eine einzige Wissensdatenbank.

Fortsetzung folgt.

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Infografik: Gute Kommunikation mit KI braucht explizite Kontextangaben, klare Struktur, gute Audioqualität und menschliche Qualitätskontrolle.

AI Literacy: Transkripte nutzen zum Wissensmanagement

Transkripte: Wenn KI mitschreibt, müssen wir anders sprechen

Inzwischen sind Transkripte in Meetings, Workshops und Sessions fast normal. Die KI hört mit, schreibt mit und macht daraus im besten Fall eine saubere Dokumentation.

Im besten Fall.

Auf der 10. lernOS Convention #loscon26 zeigte der Test mit drei KI-Modellen deutlich: Aus demselben Transkript können je nach KI-Modell ganz unterschiedliche Zusammenfassungen entstehen. Andere Überschriften. Andere Schwerpunkte. Andere Fazits.

Der Grund: KI schreibt nicht einfach nur mit. Sie interpretiert.

Ein Mensch im Raum sieht die Folien, spürt die Stimmung, kennt Rollen, Pausen und Zwischentöne. Die KI bekommt vor allem Sprache, (noch) nicht die Tonalität. Und wenn das Entscheidende nur zwischen den Zeilen passiert, fehlt ihr genau das, was später in der Dokumentation wichtig wäre.

Darum gilt: Mit KI muss Klarheit hörbar werden.

Statt „Wie man hier sieht …“ besser: „Auf Folie 3 sehen Sie das Zürcher Ressourcenmodell. Die Kernaussage lautet: Ziele wirken stärker, wenn sie emotional positiv verankert sind.“

Statt „Das ist unser Modell …“ besser: „Dieses Modell zeigt drei Faktoren: Zielklarheit, Verantwortung und psychologische Sicherheit.“

Für eine leserfreundliche und verlässliche Dokumentation helfen ein paar einfache Regeln bei Lightning Talks, Impulsvorträgen etc.: Titel, Rollen und Ziel laut nennen. Folien benennen, nicht nur zeigen. Fachbegriffe erklären. Sprecherwechsel klar halten. Gute Audioqualität sicherstellen. Und vorab festlegen, was die KI liefern soll: Transkript, Zusammenfassung, Protokoll oder Lessons Learned.

Denn das sind vier verschiedene Aufgaben.

Und am Ende bleibt ein wichtiger Schritt menschlich: die Qualitätskontrolle. Besonders bei Namen, Zahlen, Zitaten, Modellen und Fazits lohnt sich der zweite Blick.

Der Merksatz lautet:

Mit KI bleibt gute Kommunikation unabdingbar. Sie wird möglicherweise sichtbarer. Und hörbarer.

Oder noch einfacher: Wer gute KI-Dokumentation will, muss der KI verdauliches Material geben. Das beginnt bei dem- oder derjenigen, die den Impuls gibt. Menschen emotional erreichen und der KI Stichworte geben, dass dieses im Hintergrund ihren Job der Dokumentation erledigen kann ist eine neue Herausforderung.

Allerdings trägt dies auch bei zu einem modernem Wissensmanagement — im Raum, im Gespräch, im klar ausgesprochenen Gedanken.

All in One-Paper:

Infografik: Gute Kommunikation mit KI braucht explizite Kontextangaben, klare Struktur, gute Audioqualität und menschliche Qualitätskontrolle.
Die Infografik zeigt, warum Vorträge, Workshops und Sessions für KI anders vorbereitet werden müssen: Kontext, Rollen, Folienbezüge und Kernaussagen sollten nicht nur sichtbar, sondern hörbar und eindeutig formuliert werden.

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Grafik zur 10. lernOS Convention (#loscon26) am 23./24.06.2026: „OPERATORS“ – Matrix-Aktivierung (20 Minuten, 3 neue Menschen für deine Matrix) mit Heidi Milke-Erlwein, Ellen Braun und Felix Harling, lernOS-Logo, QR-Code und Link loscon.lernos.org.

LernOS Convention26: perfectly hybrid als echter USP

LernOS Convention26: AI und perfectly hybrid als echter USP

Wer kennt die ikonische Szene aus dem Film Matrix? Morpheus hält zwei Pillen hin. Blau heißt: alles bleibt, wie es ist. Rot heißt: rein ins AI-Kaninchenloch – und sehen, wie tief es wirklich geht.
Die LernOS Convention 26 (#loscon26) ist genau dieser Moment – vielleicht ohne Leder-Mantel, dafür mit Menschen, die AI wirklich verstehen und anwenden wollen. Und mit einem USP, den man nicht „nachlesen“ kann. Den muss man erleben: perfectly hybrid.

AI FOR WORK THAT WORKS!

KI ist längst im Arbeitsalltag angekommen. Aber der Transfer in echten Mehrwert hakt oft genau da, wo es weh tut: zwischen „mal ausprobiert“ und „läuft verlässlich im Team“. Gleichzeitig ist der Hunger riesig: LinkedIn berichtet, dass 4 von 5 mehr darüber lernen möchten, wie KI im Beruf genutzt werden kann. Gallup zeigt: AI-Nutzung steigt – aber ohne Orientierung wird daraus schnell Aktionis mus statt Wirkung.

Die LernOS Convention26 ist die rote Pille für den Arbeitsalltag: hinschauen, testen, verbessern – gemeinsam.

Perfectly hybrid ist mehr als „auch online“!

Viele Events nennen sich „hybrid“ und meinen: ein Stream läuft nebenher.
Die Loscon26 ist ein Erlebnis mit mehreren Zugänge und einem gemeinsamen Lernraum. Perfectly hybrid ist kein Marketingbegriff, sondern unser Anspruch ans gemeinsame Lernen. Daran wurde gefeilt und getüftelt - für Austausch, der wirklich verbindet (übrigens: die coole Grafik auf der Homepage hat Hans gezaubert):

  • vor Ort in Nürnberg auf der Kaiserburg
  • online, aber nicht als reines Zuschauen, sondern als Teil des Geschehens
  • Satelliten-Locations, damit Teilnahme gemeinsam möglich ist – statt allein vor dem Bildschirm. Hier in Würzburg gehen zwei Satelliten an den Start: Prof. Dr. Steffen Hillebrecht und seine Studies gestalten den THWS-Satelliten. Im Coworking-Space nomad sind Sophie, Madlen und Lena Gastgeberinnen für ein gemeinsames Lernerlebnis. Alle Satelliten von Würzburg über Berlin, Wien nach Mallorca sind hier verzeichnet.

Wer „perfectly hybrid“ verstehen will, muss dabei sein – und kann die Erfahrung als Blaupause für´s eigene Unternehmen mitnehmen.

 

Aus dem Maschinenraum – meine Orga-Spuren in Activation, Makeathon & Podcast

Ich bin nun zum dritten Mal bei der LernOS Convention und zum zweiten Mal im Orga-Team. Es geht schon manchmal an meine Grenzen, wie z. B. beim "Vibe-Coding". Ich lese wirklich nie Gebrauchsanleitungen, obwohl ich es wirklich versuche! Aber bereits nach zwei Abschnitten werde ich ungeduldig, schaue ans Ende der Anleitung, verliere die Lust, probiere nach Trial & Error und die Chance ist 50:50, dass es gelingt. Nun also Vibe-Coding bei der LernOS Convention26:

Ellen & Vibe-Coding – gemeinsam geht fast alles!

Mein Lernknoten liegt schon Jahrzehnte zurück: 9. Klasse, Thema „Braun'sche Röhre“, der gefühlt leicht sadistische Tonfall meines Physiklehrers mit "Braun! Kommen Sie mal vor!" Mein Blut gefror, denn mein Kopf war leer in Bezug auf diese Materie! Ich muss nicht schildern, wie der Gang zur Tafel war und in den nächsten Minuten die 1,75 m Körpergröße schrumpften. Das Trauma: Physik ist ein Buch mit mindestens sieben Siegeln. Vielleicht erklärt das die Abneigung gegen Gebrauchsanleitungen. Komisch nur, dass das Rezeptlesen und anwenden durchaus gelingt.Simon schickte also das Kit für das Makethon. Gleichzeitig kam die Anleitung und ich wollte es wissen. Krieg' ich den Lernknoten gelöst mit Unterstützung der KI? Fast! Nicole gab mir noch einen entscheidenden Tipp und die Lampe leuchtete! Ein Erfolgserlebnis, weil Lernen leichter wird, wenn halbfertige Gedanken geteilt werden – und jemand sagt: „Guter Ansatz. Hier ist die Abkürzung."

Welche Abkürzungen gibt es bei lästiger Verwaltungsarbeit von Freelancern?

Mal ehrlich: ich kenne wenig Kolleg:innnen, die Spaß an Bürokratie haben. Ist ja auch wirklich selten kreativ eher gefühlte vergeudete Zeit. Außer, dass sich das Bankkonto wieder füllt. Aber mal angenommen, wir könnten den folgenden Workflow abkürzen: Angebot erstellt, Auftrag angenommen, Auftrag erledigt, Rechnung raus, Zahlung rein, alles automatisch verbucht und landet bei der Steuerberatung.
Dieser Frage widmen sich Philip und ich im Podcast am zweiten Tag der LernOS Convention26: Wo kann KI wirklich entlasten – und wie entstehen Lösungen, die nicht noch mehr Arbeit machen?
Also: Ein ehrliches Gespräch über KI-Automatisierung im Backoffice: Vom Beratungsgespräch zum fertigen Rechnungsentwurf und was dabei alles schiefgehen kann.

Wie gelingt´s also "AI FOR WORK THAT WORKS?"

Ihr habt immer die Wahl! Rote oder blaue Pille? Genau das fragen Heidi, Felix und ich Euch bereits am Anfang der LernOS Convention26. „So läuft KI wirklich im Alltag.“ – oder – „Das hat im Team funktioniert. Und das nicht.“

Bringt also Eure Erfahrungen mit und teilt sie! #SharingIsCaring

Hier geht´s zum kompletten Programm und hier nochmal zum reinhören, was so alles passiert. Alle Sessions werden dokumentiert, Learnings notiert. Bei vier parallelen Sessions ist die Qual der Wahl real – aber alle Inhalte sind später nachnutzbar. Denn unser Ansatz ist klar: Wissen muss verfügbar sein.

 

Alle Infos zur LernOS Convention26 am 23./24.06.2026: https://loscon.lernos.org/de/

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Grafik zu „Get together mit KI“ bei DEHOGA Unterfranken auf pinkem Hintergrund mit den Angaben „4 Termine“, „46 Teilnehmende“, „33 Betriebe“ sowie einem Foto einer Besprechungsszene. Unten steht: „Fast 5 % der Betriebe erreicht – und nun geht’s an die Prozesse: AI for work that works!“

Get together mit KI im Gastgewerbe

"Get together mit KI" im Gastgewerbe

KI im Gastgewerbe: Einstieg. Verstehen. Anwenden.

Im Gastgewerbe ist Zeit knapp. Gäste, Mitarbeitende, Bestellungen und spontane Entscheidungen bestimmen den Alltag. Umso bemerkenswerter ist der Zuspruch, den das interaktive Format „Get together mit KI“ der DEHOGA Unterfranken erfahren hat.

An vier Terminen nahmen sich 46 Teilnehmende jeweils 90 Minuten Zeit, um sich mit Künstlicher Intelligenz zu beschäftigen — einem Thema, das für viele neu, für die Zukunft ihrer Betriebe aber zunehmend relevant ist. Insgesamt wurden 33 Betriebe erreicht, also fast 5 % der rund 700 meist inhabergeführten Betriebe im DEHOGA Bezirk Unterfranken. 16 Beherbergungs- und 12 Gastrobetriebe, aber auch Weinbau und Eventlocations starteten die kurze Lernreise und erhielten praktische Antworten auf viele Fragen.

Die Reihe richtete sich bewusst an Einsteiger:innen. Sie sollte Orientierung geben, Berührungsängste abbauen und zeigen, wie KI im Betriebsalltag konkret helfen kann. Im Mittelpunkt standen daher nicht technische Details, sondern praktische Fragen: Wo lohnt sich der Einstieg? Welche Aufgaben lassen sich sinnvoll unterstützen? Wie kann KI entlasten, ohne Qualität und Verantwortung aus dem Blick zu verlieren?

Themen

Die Themen reichten von KI-Basics über Texte, Kommunikation und Marketing bis hin zu Dienstplanung, Datenschutz, Urheberrecht und Kennzeichnung. Damit wurde deutlich: Das Interesse an KI ist im Gastgewerbe längst kein Nischenthema mehr, sondern kommt direkt aus der betrieblichen Praxis.

Format

Gerade deshalb hat das Format Signalwirkung. Es zeigt, dass Inhaber:innen und Verantwortliche bereit sind, sich mit neuen Lösungen auseinanderzusetzen — wenn diese verständlich, alltagsnah und sofort anschlussfähig sind. Das anschließende Handout aus allen vier Terminen – natürlich mit KI-Unterstützung erstellt – sowie der eigene Chatbot macht Lust, tiefer in das dynamische Thema einzusteigen.

So hat „Get together mit KI“ hat genau das geleistet, was beabsichtigt war: einen niedrigschwelligen Einstieg in ein Zukunftsthema, das für die Branche immer relevanter wird. Es zeigt, dass Inhaber:innen und Verantwortliche bereit sind, sich mit neuen Lösungen auseinanderzusetzen — wenn diese verständlich, alltagsnah und sofort anschlussfähig sind.

Nach dem Einstieg folgt die Umsetzung konkreter Prozesse im betrieblichen Alltag
Mit dem Online-Lunch&Learn-Format im wird aus Neugier konkrete Anwendung. Jeweils 90 Minuten, ein klarer Prozess, ein direkter Nutzen für den Betrieb — AI for work that works

 

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Präsentationsfolie zur Veranstaltung „KI im HRM – Grundlegende Fragen und die Folgen für die Personalentwicklung“ mit Ellen Braun und Prof. Dr. Steffen Hillebrecht an der THWS.

KI im HRM – Praktisches zum EU-AI-Act

KI im HRM - Praktisches zum EU-AI-Act

KeyNote: KI-Kompetenz im Personalwesen entwickeln - Center for Artificial Intelligence and Robotics (CAIRO) der THWS (17.10.2025)

Unser Ansatz: Wie können die Mitarbeitenden für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz sensibilisiert und befähigt werden – AI-nability auf neudeutsch. Wir stellen dazu unser KI-PE-Grid vor, ein transparentes zwei-Stufen-Verfahren. Auf strategischer Ebene gilt es zu klären, welche Bedeutung KI im Unternehmen haben soll, welche Funktion mit KI arbeiten wird, und welche Risiko-Stufen laut EU-KI-VO damit verbunden sind. Im zweiten Schritt wird über konkrete Aufgaben und Anwendungen gesprochen, und die einzelnen Lernschritte und erforderlichen Kompetenzen. Wir setzen dabei auf kollegiale Unterstützung, auch über Abteilungsgrenzen hinweg. Wenn das kollegial arbeitende Team gemeinsam die Aufgaben anpackt, kann jeder seine Erfahrungen einbringen, aber auch seine Befürchtungen und Unsicherheiten, die es zu bewältigen gilt. Die genauen Arbeitsschritte findet Ihr in der folgenden Medienpräsentation! Und wenn es Fragen gibt, einfach durchklingeln oder eine Mail schreiben.

Medienpräsentation:

 

Ein Blick hinter die Kulissen:

Diese Keynote, wie ein Impuls-Vortrag heutzutage heißt, war innerhalb von wenigen Stunden fertig. Damit wir mehr als ein paar aktuelle Buzzwords auf floralem Hintergrund anbieten konnten, haben wir aber auch ganz viel „unsichtbare Vorarbeit“ geleistet:

  • Intensive Auseinandersetzung mit dem Inhalt, z.B. auch in Form eines Zeitschriftenbeitrags (vollständiger Artikel in „Neues Lernen“, Haufe-Verlag), und mit fundierter Entwicklungsarbeit im Kreis von L&D-Professionals der Corporate Learning Community  – wir wollen uns als sachkundig präsentieren
  • Überlegungen zum Nutzwert für das Publikum – viele Hochkaräter aus dem Personalwesen der Region, ebenso wie aus bekannten Münchner Unternehmen investieren drei bis vier Stunden ihrer Arbeitszeit
  • Und das Entsorgen eines „typischen Vortrags“, mit ein paar aktuellen Buzzwords und Grafiken auf floralem Hintergrund – das tat im ersten Moment weh und erforderte Trauerarbeit; es war aber im Nachhinein entscheidend dafür, dass die Teilnehmenden wirklich mit einem Benefit ins Wochenende gehen. Für uns der emotional schwierigste Teil der Vorbereitung, hat sich aber am Ende ausgezahlt.

Es geht auch darum, respektvoll mit der Zeit der Teilnehmenden umzugehen, um etwas zum Weiterdenken zu erhalten. Work & feelgood bedeutet, sich selbst beim Arbeiten zu fühlen, authentisch zu sein, Inhalte mit Mehrwert zu geben und fundiertes Feedback zu bekommen. Diese Qualität muss sich bei Key Notes, Fortbildungen und am Ende auf den diversen Social-Media-Kanälen zeigen. Aufmerksamkeit über ein paar Likes hinaus bekommt, wer sich diese Aufmerksamkeit verdient.

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Silhouette eines Kopfes mit der Aufschrift „Generation X“ – Symbol für Klassentreffen und Transformation.

Prinzipien für gelingende Transformation

Vertrautheit, Geschichten, Verbindlichkeit - Prinzipien für Transformation

Vertrautheit, Geschichten, Verbindlichkeit - Prinzipien für Transformation

Ein Klassentreffen zeigt in klein, was Unternehmen in groß brauchen.

  • Einen gemeinsamer Raum: Statt die Zahl der Teilnehmenden zu bewerten, zählt die Vertrautheit und Sicherheit, die entsteht, wenn Menschen sich offen begegnen.
  • Geteilte Geschichten: Updates brauchen Struktur – sonst wird es zu viel auf einmal. Genau so verhält es sich in Organisationen: Impliziertes Wissen, das geteilt wird, muss organisiert sein, damit es nutzbar bleibt.
  • Verbindlichkeit: Absprachen wie „alle fünf Jahre am Korbmarkt“ schaffen Orientierung. Im Business-Kontext sind es Routinen und Prozesse, die Teams handlungsfähig halten.

1985 - Aufbruch

Boris Becker siegt in Wimbledon, und wir 90 Abiturienten aus Oberfranken starten ins Leben. Unsere Abizeitung hieß MAUL – Mitteilungsblatt ansprechender Unterhaltungsliteratur. Ein Name, der schon alles sagte: ironisch, frech, voller Energie. Heute fällt mir auf: Ich habe damals beim Layout mitgewirkt. Vielleicht der unscheinbare Anfang meiner Medienlaufbahn – vergessen über die Jahre, plötzlich wieder da.

2025 -  Wiederfinden

Vierzig Jahre später, mitten in der Transformation hatten wir in fünf Monaten gut siebzig Prozent unseres Jahrgangs aufgespürt; ein gutes Drittel des Jahrgangs kam tatsächlich zum Treffen. Mehr hätte ich mir gewünscht. Und doch: Die, die da waren, reichten völlig aus. Nach 15 Jahren Pause waren die Gespräche dicht, die Freude groß, die Geschichten vielfältig. „Mehr Updates hätte ich an einem Abend gar nicht geschafft“, meinte jemand. "Mit dieser Herzlichkeit und Offenheit hätte ich nach dieser langen Zeit nicht gerechnet." Beides stimmte.

Wir sind keine Boomer die in den Medien viel Raum einnehmen. Wir sind Generation X. Die, die nie laut für sich reklamiert haben, die aber ihren Weg gegangen sind. Pragmatiker, Mittendrinbleiber, oft unauffällig – jetzt am Übergang zum 60. Geburtstag. Noch mitten im Berufsleben balancierend zwischen Beruf, Familie, Elternpflege. Im Hier und Jetzt unterwegs ohne nostalgische Rückschau. Manche mit Vans quer durch Europa - nicht als Leihgabe aus der Boomer-Generation, sondern als Ausdruck unserer eigenen Arte, Leben und Freiheit zu gestalten. Und genau so werden wir weitermachen: selbstbestimmt, neugierig und bereit, die Transformation aktiv zu formen.

 

Was bleibt von diesem Abend?

Es war die Vertrautheit, die sofort da war: Gesichter, die Erinnerungen wachriefen, als hätten wir uns erst gestern im Pausenhof verabschiedet. Kein vorsichtiges Abtasten, sondern direktes Wiederandocken – leicht, selbstverständlich, vertraut. Und es war die Verabredung, die zählte. Nicht nur ein loses „Wir sollten uns mal wiedersehen“, sondern ein klares Bekenntnis: alle fünf Jahre am Korbmarkt, dazwischen spontane Treffen, organisiert über Messenger, Adresslisten und geteilte Foto-Ordner. So bleibt der Faden nicht nur geknüpft, sondern lebendig. Auch unsere Erinnerungen verändern ihr Format. Die alten Abizeitungen und Schriftenreihen werden digitalisiert, wandern aus den Kartons ins Netz. Nicht als Nostalgieprojekt, sondern als Brücke in die Gegenwart – jederzeit zugänglich, jederzeit teilbar. Und schließlich: unsere Haltung. Wir inszenieren keine Boomer-Nostalgie. Wir schreiben unser eigenes Drehbuch, bleiben beweglich, unaufgeregt und verbunden – mit offenem Blick für das, was noch kommt.

 

Fazit: 1985 stand für Aufbruch. 2025 für Wiederfinden.

Und beides zeigt: Vertrautheit, geteilte Geschichten und Verbindlichkeit sind keine privaten Luxusgüter, sondern Organisationsprinzipien. Wer psychologisch sichere Räume schafft, Wissen strukturiert teilt und verbindliche Routinen etabliert, bleibt zukunftsfähig.

Das Klassentreffen war ein Blick zurück, aber vor allem ein Ausblick: Verbindung und Vertrauen sind die eigentliche Währung von Transformation.

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Zwei ältere Businesspersonen im Cartoon-Stil surfen auf Wellen, symbolisieren „AI-nability“ – die Fähigkeit, souverän mit KI-Technologien umzugehen.

KI-Weiterbildung im EU AI Act – die nächste Stufe greift

KI-Weiterbildung im EU AI Act

Jetzt aktiv werden - ab August 2025 greift die nächste Stufe

Am 2. Februar 2025 wurde bereits die Schulungspflicht nach Artikel 4 wirksam – Mitarbeitende, die mit KI arbeiten, müssen Basiswissen zu KI, Risiken und ethischer Nutzung nachweisen. Doch der nächste Meilenstein steht unmittelbar bevor: Ab dem 2. August 2025 tritt eine neue, strengere Stufe der EU-KI-Verordnung in Kraft – mit konkreten Pflichten für Anbieter und Anwender von generativen oder sogenannten General‑Purpose-AI-Modellen (ChatGPT & Co.).

Was gilt:

  • seit 02.02.2025   Schulungspflicht für Mitarbeitende - Basiswissen zu KI-Systemen
  • ab 02.08.2025    Governance, Transparenz und Dokumentation für generative KI und GPAI
  • Für Nutzer: Es reicht nicht mehr, Basiswissen zu haben. Sie brauchen Strukturen, die Transparenz, Datenethik und Gouvernance sicherstellen.
  • Für Anbieter: Wenn Sie KI-Tools intern oder extern einsetzen, brauchen Sie eine lückenlose Dokumentation – von Trainingsdaten bis Risk‑Checks.

Im Rahmen unserer Arbeit haben wir ein zweistufiges Grid-Modell entwickelt, das Unternehmen hilft, den EU AI Act praxisnah umzusetzen:

  1. Use‑Case-Klärung & Risikoeinstufung

    Welche KI-Anwendungen sind im Einsatz? Welche Risiken (nach AI Act) ergeben sich daraus?

  2. Kompetenzraster (KI-Grid)

    Welche Fähigkeiten brauchen Mitarbeitende auf welchem Level? Wir unterscheiden nach Rollen, Anwendungsnähe und Verantwortungstiefe – vom Grundlagenwissen bis zur Entscheidungskompetenz in Governance-Prozessen.

Ergebnis: Ein skalierbares, auditierbares Modell, das Lernkultur, Sicherheit und Verantwortung miteinander verbindet – und sich ideal zur Vorbereitung auf die August-Stufe des EU AI Act eignet.

Mehr dazu bei im Blogbeitrag der CLC (Stand 21.05.2025) und direkt im Gespräch mit uns.

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Mentorin unterstützt junge Frau beim Fokussieren ihrer Studienwahl und beruflichen Ziele – erfolgreiches Mentoring im Rahmen der Neuorientierung.

Mit Entscheidungsfreude in den nächsten Lebensabschnitt

Mit Entscheidungsfreude in den nächsten Lebensabschnitt

Mentoring24 - Klarheit für Studium & Praktikum

Elena Eden  (BSP Business & Law School)

"In den letzten Monaten hatte ich die Möglichkeit, über das Mentoring-Programm vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels mit Ellen Braun in Kontakt zu treten. Ziel dieses Mentorings war es, Klarheit über meine Studienentscheidung zu gewinnen und die Suche nach einem Praktikum im Rahmen meiner beruflichen Neuorientierung in Angriff zu nehmen.

Ein wichtiger Aspekt des Mentorings war die Hilfe bei der Fokussierung auf meine Studienwahl. Ellen unterstützte mich dabei, mich weniger mit "Was-wäre-wenn"-Gedanken zu beschäftigen, mich für einen Weg zu entscheiden und diesen zu verfolgen. Sie hat mir geholfen, meine Ziele zu visualisieren, und mit Methoden meine verschiedenen Optionen im Hinblick auf meine Praktikumswahl nach klaren Kriterien zu bewerten für meine fundierte Entscheidung.

Ellens Unterstützung ging über den rein beruflichen Kontext hinaus: Auch bei meiner schwierigen Wohnungssuche nutzte ihr persönliches Netzwerk, um mir zu helfen.
Im Mentoring lernte ich, nicht jede Entscheidung bis ins kleinste Detail perfekt zu überdenken. Das Festlegen eines klaren Fokus ist oft der entscheidende Schritt.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Mentoring mir vor allem geholfen hat, meine Zielorientierung zu schärfen und Unsicherheiten abzulegen. Vielen Dank dafür!"

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Achtsamkeit in der beruflichen Weiterbildung

Achtsamkeit in der beruflichen Weiterbildung

Achtsamkeit in der beruflichen Weiterbildung 

….bedeutet anwendungsorientierte Lernthema, im richtigen Format zur passenden Zeit. Fokussiert, offen und mit entspannter Ernsthaftigkeit gilt es einen hohen Lerntransfer zu sichern. Auf der individuellen Ebene geht es um das Lernen KÖNNEN und vor allem WOLLEN. Die Organisation stellt den Rahmen mit einer Lernkultur, bei der die Mitarbeitenden lernen SOLLEN und DÜRFEN.

[video_player file="https://workandfeelgood.de/wordpress/wp-content/uploads/2024/07/Vortrag_AchtsameWB-1.mp4"]

Die gezeigten Beispiele auf der 8. Fachkräftekonferenz waren sowohl praxisnah, als auch untermauert durch Studien zum organisationalen Lernen. Dies war der Einstieg in Lernkulturen in Unternehmen. Und natürlich wird auf der #MainLearn25 die KI mit am Tisch sitzen.  https://workandfeelgood.de/termine/mainlearn25-2-barcamp-new-learning-in-mainfranken/

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#KIMOOC24 – Der Lernpfad im Praxistest

#KIMOOC24 - Der Lernpfad im Praxistest

Mein erster Mooc mit verschiedenen Rollen    

Als Freiberuflerin liebe ich die facettenreichen Kooperationen. Diesmal als Co-Autorin des KI-Lernpfads und als Facilitator.

Mehr als 2.000 Menschen nahmen teil am KIMOOC24 und gaben produktives Feedback. Allerdings ist es doch auch etwas ganz besonderes, als Facilitator Menschen für eine Lerngruppe zu matchen oder eine bestehende Gruppe zu begleiten.

So nutzten die #StarkenUnternehmerinnen die Möglichkeiten, KI-unterstützt Veranstaltungen für ihre Buchhandlungen zu planen und dazu die passenden Social-Media-Posts zu generieren. Ganz anders ging die gematchte Gruppe dran und experimentierte aus ganz unterschiedlichen Perspektiven die Anwendungsmöglichkeiten der KI.  Beides gleich spannende Lernreisen.

Und hier ist natürlich der Badge

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Von der Idee zum KI-Lernpfad: Ein Blick hinter die Kulissen

Von der Idee zum KI-Lernpfad: Ein Blick hinter die Kulissen

Neue Horizonte im Lernen entdecken: Der KI-Lernpfad

Als Teil des Autorenteams des KI-Lernpfads bin ich natürlich mächtig stolz, denn ich habe persönlich eine bewegende Lernerfahrung gemacht. Die Herausforderung? Einen umfassenden Lernpfad in weniger als 12 Wochen zu entwickeln – inklusive der Weihnachtszeit!

Doch es war die #psychologischeSicherheit innerhalb unseres Teams, die es uns ermöglichte, den Raum für Spitzenleistungen zu öffnen und das scheinbar Unmögliche möglich zu machen. Dieses Umfeld der Offenheit und Unterstützung ist es, was wir als Team  in den Lernpfad eingebettet haben, damit sich KI-Newbies ganz entspannt auf die Lernreise begeben können.

lernOS Convention - Kaiserburg, Nürnberg - 02. - 03.07.2024

Meine wunderbaren Kollegen im KI-Lernpfad-Team:

  • Marcel Kirchner (Continental - Manager Community and Development)
  • Thomas Küll (NORDMETALL Verband der Metall- und Elektroindustrie e.V. - Abteilungsleiter Berufsbildung)
  • Simon Roderus (DATEV eG - Experte für Wissenstransfer im Themenfeld “Generative AI”)
  • Ruben Weiser (Contental - Learning Business Partner)

Auf der Loscon24 @Cogneon Akademie in Nürnberg gaben wir den rund 70 Teilnehmenden vor Ort und online einen Blick hinter die Kulissen . Hört doch mal rein: https://shorturl.at/yOGfr

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Danke, liebe Maja! Nachwuchs fördern…

Danke, liebe Maja!

“Nachwuchs fördern ist meine Herzensangelegenheit”...

… sagt Ellen und das merkt man ihr auch als Mentee an! Sie hört genau zu und hat für alle kleinen und großen Themen ein offenes Ohr. Gemeinsam haben wir eine Vision für meine Zukunft entwickelt und nicht nur besprochen, wie ich dahin komme, sondern wir sind auch die ersten Schritte gemeinsam gegangen. Ellen hat ihre Tipps und Tricks des Netzwerkens und des Beziehungsmanagements geteilt, mir die Türen zu ihrem Netzwerk geöffnet und mich dem Thema KI näher gebracht. Ich habe aus dem Mentoringsprogramm das rausbekommen, was ich mir gewünscht und gebraucht habe, und könnte mir daher keine bessere Mentorin wünschen. Danke, Ellen!

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Ausgezeichnet! Fachwirtinnen FBP erhielten den Meisterpreis

Ausgezeichnet!

Fast 30 % der Fachwirtinnen FBP erhielten den Meisterpreis. Eine stolze Quote.

Denn es ist eine Herausforderung, sich neben dem Beruf und der familiären Verpflichtungen über mehr als 12 Monate fortzubilden und nicht nur zu bestehen, sondern ausgezeichnet zu sein! Dies erfordert ein enorm hohes Maß an Engagement und vor allem Durchhaltevermögen.

Mit diesem Bewusstsein wählten das Team des IHK Bildungszentrums Würzburg-Schweinfurt und ich beim Neustart des Kurses FBP einen innovativen Lernansatz im Handlungsbereich III „Führen, Betreuen, Verwalten und Ausbilden im Büro- und personalwirtschaftlichen Umfeld“.

Agiles Lernen setzt auf bedarfsorientiertes Anwendungswissen, statt konsumorientiertes Lernen auf Vorrat. Von Anfang an wird selbstorganisiertes Lernen gefordert und gefördert anhand der individuellen Bedürfnissen.

Die Lernarchitektur beinhaltet:
·      Individuelles Coaching pro Kursteilnehmer bzw. Kursteilnehmerin
·      Social Learning in kleinen Gruppen
·      Erweiterte Kursinhalte zum Skript mit kollaborativen Lernelementen
·      Themenschärfung der mündlichen Prüfung
·      Coaching zur mündlichen Prüfung

Die nächsten Kurse beginnen. Hier geht´s zur Anmeldung.

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Nachwuchs fördern als Mentorin ist Herzensangelegenheit

Nachwuchs fördern

Als Mentorin im Programm des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ist mir die Nachwuchsförderung eine Herzensangelegenheit.

Letzte Woche hatte ich das Vergnügen, meine Mentee Maja Herzog am Arbeitsplatz Ullstein Buchverlage GmbH in Berlin persönlich kennenzulernen. Aufgrund ihres Studiums in Kanada war unser monatliches Mentoring bisher virtuell. Nun, zurück in Deutschland für ihr Masterstudium, konnten wir uns endlich face-to-face treffen. Es war ein wunderbarer Abschluss unserer gemeinsamen Mentoringzeit, doch der Kontakt wird in jedem Fall bestehen bleiben.

Die Arbeit mit Maja und die Möglichkeit, sie bei ihrem beruflichen und persönlichen Wachstum zu unterstützen, war und ist eine bereichernde Erfahrung. Ich freue mich darauf, weiterhin Teil ihrer Reise zu sein und auch zukünftige Talente in der Buchbranche zu fördern.

Auch ich hatte wunderbare Mentoren gleich zu Beginn meiner Karriere. Einen Vorgesetzten, der mich nicht nur aus meiner Komfortzone schubste, sondern auch an meine Grenzen brachte und wieder schmerzhaft auf den Boden der Tatsachen. Einer der Gründe für meine Selbständigkeit. Aber auch hier hatte ich fördernde Mentoren. Vor mehr als 25 Jahren waren leider Frauen in dieser Rolle in der Minderheit. Selbst in der Buchbranche. Noch gut erinnere ich mich an ein Telefonat. Die Geschäftsführerin eines Verbandes mit der ich als Mitglied der Geschäftsführung eines Buchhandelsfilialisten gut zusammen gearbeitet hatte, fand meine Selbstständigkeit wohl eher als Bedrohung und boykottierte die Zusammenarbeit mit den Worten: „Ich werde ihre wirklich sehr gute Idee nicht unterstützen. Nehmen Sie mir das nicht übel. Sehen Sie das halt sportlich!“.

Ich bin trotzdem meinen Weg gegangen und sehe es nun als sportlich an, jungen Frauen den Weg zu ebnen.  Fünf meiner Gründe für´s Mentoring - inzwischen schon im 5. Jahr:

  1. Weitergabe von Wissen und Erfahrung: Als Mentorin kann man wertvolle Erfahrungen und Erkenntnisse, die man über die Jahre gesammelt hat, an die nächste Generation weitergeben. Dies fördert nicht nur den Nachwuchs, sondern stärkt auch die eigene Position als Expertin in der Branche.
  2. Persönliche Erfüllung: Die Unterstützung und Förderung junger Talente bringt eine immense persönliche Zufriedenheit. Zu sehen, wie sich die Mentees entwickeln und erfolgreich werden, ist eine erfüllende Erfahrung, die auch das eigene berufliche Leben bereichert.
  3. Netzwerkaufbau: Durch die Mentoring-Beziehungen erweitert man sein professionelles Netzwerk. Mentees bringen oft neue Kontakte und frische Perspektiven ein, die langfristig von Vorteil sein können.
  4. Lebenslanges Lernen: Mentoring ist keine Einbahnstraße. Durch den Austausch mit Mentees erhält man neue Einsichten, bleibt über aktuelle Trends informiert und entwickelt sich selbst weiter. Dies ist besonders wichtig in einer sich ständig wandelnden Branche.
  5. Einflussnahme und Gestaltung: Als Mentorin hat man die Möglichkeit, aktiv Einfluss auf die Karriere und die Entwicklung der Mentees zu nehmen. Man kann ihnen helfen, ihre Stärken zu erkennen, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und sie auf ihrem Weg zu unterstützen

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In offenen Lernprozessen kreative Lösungen finden

In offenen Lernprozessen kreative Lösungen finden

Methoden auf dem Prüfstand.

Was bringt der Hype um Working-Out-Loud dem Einzelnen, dem Team und insbesondere der Organisation?

Im Interview mit dem buchreport.magazin 05/2022 erläutern Ellen Braun und Nele Graf die 10 größten WOL-Effekte.

Hier als GRATIS-Download mit freundlicher Genehmigung des buchreport.magazin.

Und hier der vollständige Studienbericht als Gratis-Download mit freundlicher Genehmigung der Autorinnen.

(Selbst-)Vertrauen durch soziales Lernen. - Beispiel: Working Out Loud

 

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Geschafft! Ellen Braun ist zertifizierter „Agiler Lerncoach“

Geschafft! Ellen Braun ist zertifizierter „Agiler Lerncoach“

Zugegeben: ich war schon aufgeregt. Der Adrenalin-Spiegel war extrem hoch kurz vor der schriftlichen Prüfung. Zwischendurch spielte die Option „Hinwerfen“ eine große Rolle. Aber dann kam doch wieder der Kritiker (nach Walt Disney) und fragte ketzerisch: Du wirst doch die Flinte nicht ins Korn werfen? Ein Jahr des Umlernens, Neu Lernens, Experimentierens, des finanziellen und zeitlichen Engagements in die Ecke schleudern? Gerade beim Lernen zu lernen!

Aufgeben ist nicht Ellens Natur: also Augen zu und durch.

Und wie immer: kaum geschafft, ist auch alles vergessen. Ende September 2021 war die Prüfung und erst nach zwei Monaten komme ich dazu, dies auch zu veröffentlichen. Warum? Weil dann wieder andere Herzensprojekte in den Vordergrund rücken: KundInnen, Relationship-Management, Lehrkonzepte, Coachings…..Da bleibt halt manchmal das eigene Marketing auf der Strecke.

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Lessons Learned auf der WüWebWeek 21

Lessons Learned auf der WüWebWeek 21

#Lern-Canvas #Working-out-loud #Lean-Coffee #HürdenMeistern und das Special: Sprint zur Abschlussarbeit zeigten den Impact des agilen Lernens.

Agiles Sprintlernen geht immer! Der Auftakt am Montag zeigte die Chancen einer Lernkultur mit Freude und hoher Motivation. Das Lernziel-Canvas von Valeska unterstützt Onboarding- und Entwicklungsgespräche und bei einem selbst das eigene Lernziel zu fokussieren. Endlich mit der Familie verbindliche Lernzeiten vereinbaren und die Prüfung zum Abschluss bringen.

Working out Loud ist ein Mindset für ein erfülltes und sinnstiftendes Leben. Dazu laden wir Euch ein. Probiert es aus, habt Lust zu experimentieren und vernetzt Euch. Wenn wir Euch dabei unterstützen können. Immer gerne! Wir inspirieren, geben Tipps zur Circlebildung, matchen handverlesene Circles, binden es ein in die Organisation, begleiten die Circles, evaluieren usw.

Hier könnt ihr Euch gerne auch eintragen für eine Circle-Bildung: https://workandfeelgood.de/innovative-arbeitskultur-und-workingoutloud/

Spannende Diskussionen im Format des Lean Coffee mit 5 Minuten Slots an den Fragen:

  • Was ist so neu am „new“ learning? Ein bisschen Einordnung, was darunter verstanden wird. Viel neuer Wein in alten Schläuchen?
  • Wer setzt „new“ learning wirklich ein? Gibt es einen Markt?
  • OER bzw. gemeinsame Ressourcen nutzen und auch erstellen

Was blieb offen? „Lernkonzepten, Lernmethodik, Home Office“, sowie „Verzetteln vermeiden, Gelerntes verfestigen“ und „Helfen die Methoden auch bei trockenen Themen?“

Das holen wir gerne nach, bei einem nächsten Lean-Coffee. Wenn ihr dazu eingeladen werden möchtet oder auch andere Themen auf den Nägeln brennen, dann sagt uns einfach Bescheid.

Das Würmli war natürlich beim Special „Agiler Lernsprint zur Abschlussarbeit“ dabei. Was dahinter steckt ist recht einfach erläutert: wir haben zwei Bewertungssysteme und solange das wesentliche Bewertungssystem, nämlich das Würmli sich weigert, wird das auch nix mit der Abschlussarbeit. Deshalb lernt das Würmli über „Hinzu-Ziele“ und „Retrospektiven“ immer was dazu, damit auch die nächste Lernhürde erfolgreich gemeistert wird.

Darum ging es bei der Lernrallye am Freitag, wo 11 Hürden auf die Teams warteten. Mit umfangreichen Lerngewinnen zur Selbstführung ging der eine Teil entspannt ins Wochenende. Die anderen Teilnehmenden waren excellent vorbereitet auf die Prüfung am Samstag, die alle bestanden haben.

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ZOOMen Sie mit gut aufbereiteter Lektüre!

ZOOMen Sie mit gut aufbereiteter Lektüre!

Klassische Lehre im Hörsaal fällt aus - digitales Lernen ist seit drei Semestern der Normalfall. Für viele Dozent:innen eine Herausforderung, weil der direkte Kontakt so nicht mehr funktioniert.

Wer jetzt in Folienschlachten flüchtet, wird vielleicht den Stoff durchbekommen, aber ganz viele Aussteiger:innen bewirken. Ein neues Lehrkonzept mit kluger Verbindung von digitaler Lehre, Vor- und Nachbereitung über Lehrbuchtexte und ergänzenden Arbeitsaufgaben kompensiert die Herausforderungen der digitalen Lehre. Wir stellen unser Konzept des perspektivenorientierten Lehrens und Lernen ("POLL") vor und laden Sie ein, gemeinsam die Qualität der Lehre weiter zu entwickeln.

Der komplette Beitrag im Magazin DNH hier als kostenfreier Download (PDF):
Studentische Erfahrungen als Lernbasis - perspektivenorientiert Lehren

Link zur Buchempfehlung:
Perspektivenorientierte Personalwirtschaft (Neuerscheinung 2021) von Prof. Hillebrecht

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