Infografik: Gute Kommunikation mit KI braucht explizite Kontextangaben, klare Struktur, gute Audioqualität und menschliche Qualitätskontrolle.

AI Literacy: Transkripte nutzen zum Wissensmanagement

Transkripte: Wenn KI mitschreibt, müssen wir anders sprechen

Inzwischen sind Transkripte in Meetings, Workshops und Sessions fast normal. Die KI hört mit, schreibt mit und macht daraus im besten Fall eine saubere Dokumentation.

Im besten Fall.

Auf der 10. lernOS Convention #loscon26 zeigte der Test mit drei KI-Modellen deutlich: Aus demselben Transkript können je nach KI-Modell ganz unterschiedliche Zusammenfassungen entstehen. Andere Überschriften. Andere Schwerpunkte. Andere Fazits.

Der Grund: KI schreibt nicht einfach nur mit. Sie interpretiert.

Ein Mensch im Raum sieht die Folien, spürt die Stimmung, kennt Rollen, Pausen und Zwischentöne. Die KI bekommt vor allem Sprache, (noch) nicht die Tonalität. Und wenn das Entscheidende nur zwischen den Zeilen passiert, fehlt ihr genau das, was später in der Dokumentation wichtig wäre.

Darum gilt: Mit KI muss Klarheit hörbar werden.

Statt „Wie man hier sieht …“ besser: „Auf Folie 3 sehen Sie das Zürcher Ressourcenmodell. Die Kernaussage lautet: Ziele wirken stärker, wenn sie emotional positiv verankert sind.“

Statt „Das ist unser Modell …“ besser: „Dieses Modell zeigt drei Faktoren: Zielklarheit, Verantwortung und psychologische Sicherheit.“

Für eine leserfreundliche und verlässliche Dokumentation helfen ein paar einfache Regeln bei Lightning Talks, Impulsvorträgen etc.: Titel, Rollen und Ziel laut nennen. Folien benennen, nicht nur zeigen. Fachbegriffe erklären. Sprecherwechsel klar halten. Gute Audioqualität sicherstellen. Und vorab festlegen, was die KI liefern soll: Transkript, Zusammenfassung, Protokoll oder Lessons Learned.

Denn das sind vier verschiedene Aufgaben.

Und am Ende bleibt ein wichtiger Schritt menschlich: die Qualitätskontrolle. Besonders bei Namen, Zahlen, Zitaten, Modellen und Fazits lohnt sich der zweite Blick.

Der Merksatz lautet:

Mit KI bleibt gute Kommunikation unabdingbar. Sie wird möglicherweise sichtbarer. Und hörbarer.

Oder noch einfacher: Wer gute KI-Dokumentation will, muss der KI verdauliches Material geben. Das beginnt bei dem- oder derjenigen, die den Impuls gibt. Menschen emotional erreichen und der KI Stichworte geben, dass dieses im Hintergrund ihren Job der Dokumentation erledigen kann ist eine neue Herausforderung.

Allerdings trägt dies auch bei zu einem modernem Wissensmanagement — im Raum, im Gespräch, im klar ausgesprochenen Gedanken.

All in One-Paper:

Infografik: Gute Kommunikation mit KI braucht explizite Kontextangaben, klare Struktur, gute Audioqualität und menschliche Qualitätskontrolle.
Die Infografik zeigt, warum Vorträge, Workshops und Sessions für KI anders vorbereitet werden müssen: Kontext, Rollen, Folienbezüge und Kernaussagen sollten nicht nur sichtbar, sondern hörbar und eindeutig formuliert werden.

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